Wild Storm – The Crimson Dawn

© Wild Storm

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Wild Storm
Album: The Crimson Dawn
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 10.10.2025

Gegründet von Gitarrist und Hauptkomponist Emerson Aquino, entstand WILD STORM ursprünglich als Projekt, um jahrelang erarbeitete Songs in voller Besetzung zu realisieren. Zusammen mit Sänger Claudio Santana, Bassist Diego Cachigian und Schlagzeuger Davyd Havier entwickelte die Band schnell einen Sound, der in der klassischen Grammatik des Heavy Metal verwurzelt ist – kraftvolle Riffs, mitreißender Gesang, eingängige Melodien und unverblümte Überzeugung –, ohne dabei an Relevanz oder Unmittelbarkeit einzubüßen.

Das Ergebnis ist ein ziemlich old-schooliges, klassisches Metal Album, dass sich laut eigener Aussage in der Tradition von Running Wild, Judas Priest und Grave Digger sieht. Und da gehen meiner Meinung nach Anspruch und Wirklichkeit ein wenig auseinander. Unbestritten ist, dass die Brasilianer mit viel Enthusiasmus zu Werke gehen und so manches feine Riff aus den Ärmeln schütteln. In Sachen Songwriting hingegen ist sicherlich noch Luft nach oben, zumal es den Songs auch an den ganz großen Hooks mangelt und ich mich zwischenzeitlich schon mal zu fragen beginne, bei welchem Track ich mich denn gerade befinde.

Weitere Kritikpunkte sind zum einen der Mix, der ausgewogener sein könnte, da der Gesang im Verhältnis zu den Rhythmus Gitarren etwas zu sehr in den Vordergrund gemischt wurde. Zum anderen ist Sänger Claudio Santana trotz aller Bemühungen nun mal kein Rob Halford, weshalb es wohl besser gewesen wäre, auf die hohen Tonlagen wie bspw. bei „Pig’s Betrayal“ zu verzichten.

So richtig aufdrängen für ne Dauerrotation tut sich eigentlich kein einziger Song, am ehesten würde ich noch das speedige, mit einem ausgiebigen Solo im Mittelteil versehene „Mass Rebellion“ sowie die beiden an frühe Running Wild Werke erinnernden „Revolution Machines“ und „The Killing Flood“ nennen. Ansonsten ist die Scheibe wohl nur was für absolute Metal-Nerds

Von mir gibt es 5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Dawn Of All Ends
  2. When Love Grows Cold
  3. Unwanted War
  4. Mass Rebellion
  5. Despised Screams
  6. Victims Of Rules
  7. Pig’s Betrayal
  8. So Close To Madness
  9. Revolution Machines
  10. The Killing Flood
  11. Legions Of Freedom
  12. The Crimson Dawn

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