Vicious Rumors – The Devil’s Asylum

© Vicious Rumors

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Vicious Rumors
Album: The Devil’s Asylum
Genre: US/Power Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 29.08.2025

Fünf Jahre ist es her, dass die amerikanische Power Metal-Band VICIOUS RUMORS ihr bis dato letztes Album veröffentlicht hat. Seitdem hat die Band um Mastermind Geoff Thorpe nicht nur mehr als hundertfünfzig Konzerte gespielt, sondern auch zum wiederholten Mal das Line Up geändert. Neu mit am Bord ist Sänger Chalice (Brian Betterton), über den Geoff Thorpe sagt, „niemand ist der Stimme unseres Originalsängers Carl Albert jemals so nahegekommen und verfügt gleichzeitig über eine ganz eigene Persönlichkeit.“. Zudem ersetzt Denver Cooper Gitarrist Gunnar DüGrey.

Musikalisch gehen VICIOUS RUMORS laut Thorpe mit ihrem neuen Album „back to the roots, verbunden mit modernen Einflüssen“, und ich denke das kann man mal getrost so stehen lassen, denn „The Devil’s Asylum“ enthält handfesten US Metal, der je nach Laune mal in Richtung Power Metal schielt, aber auch hier und da Hard Rock Elemente einfließen lässt.

Das Album startet mit „Bloodbath“ und legt vom ersten Riff an ein ziemlioch rasantes Tempo an den Tag, dass einem schon mal schwindelig werden könnte. Über allem thront Neuzugang Chalice, der Halford-artige Schreie einstreut und schon beim ersten Song sein komplettes Repertoire aufbietet, während sich die Hookline unbarmherzig in die Gehörgänge fräst. „Dogs Of War“ schaltet zwar einen Gang runter, behält aber eine wohltuende Aggressivität bei, ohne jedoch auf Eingängigkeit zu verzichten.

„Crack The Sky In Half“ ist geradliniger Metal mit deutlichen Priest Anleihen und kann nicht nur deshalb begeistern, was man von „High Hell Hammer“ leider nicht ganz sagen kann, denn trotz einer guten Vorstellung – insbesondere in der Bridge – vermag der Refrain nicht wirklich Begeisterung zu entfachen. Auch beim größtenteils stoischen Rocker „Butchers Block“ tue ich mich schwer, mehr als nur gefällig zu nicken. Ob dies an den vereinzelten, fast schon Southern Rock-mäßigen Gitarren liegt, vermag ich nicht zu beantworten, zumal die Nummer nach dem flotten Solo Part auf einmal abrupt endet.

„Abusement Park“ wirkt auf mich wie eine Kreuzung aus Megadeth (Riffs) und Alice Cooper (Storytelling), was sich letztlich genauso (positiv) merkwürdig anhört wie es klingt. „Wrong Side Of Love“ könnte glatt als vergessener Mötley Crüe Track durchgehen, wenn man von der hier deutlich fetteren Produktion einmal absieht. „Boring Day In Hell“ tendiert in die gleiche Richtung, wenngleich der zuvor gehörte Song über die ausgefeilteren Hooks verfügt. Mit „In Blood We Trust“ kehren die Amerikaner wieder zu Hochgeschwindigkeits-Metal zurück und senden einen schönen Gruß an den bald in Rente gehenden Megadave.

„Better Than Me“ ist ein weiterer Midtempo Track mit teils etwas abgehackt wirkendem Gesang, der zusammen mit dem einhämmernden Beat seiner Wirkung einerseits nicht verfehlt, dem aber dennoch irgendwie das gewisse Etwas abgeht. Zum guten Schluss legen VICIOUS RUMORS mit dem Titeltrack noch mal nen rasanten Power Metal Happen hin, der ein wenig für die nicht vollends überzeugende zweite Albumhälfte entschädigt.

Verglichen mit seinem Vorgänger liegt „The Devil’s Asylum“ knapp vorne, jedoch ändert dies nichts daran, dass mich das Album nicht durchgehend zu überzeugen vermag. Fans der Band / des US Metals machen mit der Scheibe aber generell nichts falsch.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Bloodbath
  2. Dogs Of War
  3. Crack The Sky In Half
  4. High Hell Hammer
  5. Butchers Block
  6. Abusement Park
  7. Wrong Side Of Love
  8. Boring Day In Hell
  9. In Blood We Trust
  10. Better Than Me
  11. The Devil’s Asylum

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