Truth Grip – Twist Of Fate

© Truth Grip

 

Geschrieben von Tim Braff
Band: Truth Grip
EP: Twist Of Fate
Genre: Hardcore
Plattenfirmen: Thrash Out Records, Bound By Modern Age Records
Veröffentlichung: 27.2.2026

 

Die Frankfurter Hardcore-Band Truth Grip veröffentlicht mit „TWIST OF FATE“ ihre nächste EP. Dabei zählen sie zu einem aufstrebenden Act der Szene, der es sogar schafft zur Release-Party im ikonischen Schlachthof Wiesbaden eine große Menge an Tickets zu verkaufen.

Track by Track:

#1: „TOF“ ist der Titeltrack der EP und zugleich der Opener. Mit einer knackigen Länge von knapp 90 Sekunden ist es ein harter wenn auch kurzer Einstieg ins Album, der die Türen einladend öffnet. Mit typischen Core-Riffs, die auch klassische Metal-Einflüsse haben, und der gewohnten Energie der Band kann es kaum einen besseren Einstieg geben. Mein erster Eindruck war positiv im Hinblick auf die Entwicklung von Truth Grip, da man schon am Opener hört, dass „TWIST OF FATE“ ein anderes Niveau als ihre bisherigen Veröffentlichungen hat.

#2: Mit „Your Selfmade Hell“ geht die EP in eine eher metalige Richtung, die sofort zum Headbangen animiert. Insbesondere das Zusammenspiel aus den schweren Riffs, den treibenden Drums und den vielseitigen Screams und Vocals des Sängers überzeugt mich hier. Für mich ist das auch der stärkste Song der EP, vor allem durch die kompromisslose Härte und die adaptiven Metal-Elemente, die so ebenso authentisch liefern können wie ihre Hardcore-DNA.

#3: Auf einen eher metallischen Track bringt Truth Grip mit „Born Unequal“ wieder einen für sie typischen Song auf die Trackliste. „Born Unequal“ ist ein Hardcore-Song mit einer eigentlich für das Subgenre „zu harten“ Energie, die aber hier ganz und gar nicht Fehl am Platz wirkt. Nicht nur die Schwere der Instrumental werden aufs Maximale ausgereizt, sondern auch erneut die Vocals, die je nachdem durchaus auch im Deathcore vorkommen könnten. Die wilde Energie ihres Hardcore-Sounds ist definitiv zu spüren. Mir gefällt dabei wie konstant Vollgas die EP gehen kann. Truth Grips Härte ist nicht aufzuhalten auf „TWIST OF FATE“.

#4: „Division“ beginnt im Vergleich ruhiger und erzeugt eine wirksame Ruhe vor dem Sturm, bevor sich langsam das Chaos aufbaut und die brutale Energie einen mitreißt und umhaut. Insbesondere bei diesem Song merkt man, dass die Energie der EP gewollt stets 100% betragen soll und das gefällt mir. Auch durch die verschiedenen Tempowechsel verliert „Division“ nicht an Strahlkraft, sondern blüht sogar meiner Meinung nach eher auf.

#5: Der vorletzte Track ist dann „Inner Circle“. Für mich ist das der schwächste Song der EP, was aber nicht an mangelnder Qualität liegt. Hier bedient Truth Grip wieder ihre bereits verwendeten Anregungen der bisherigen EP, wodurch etwas Überraschungseffekt weniger vorhanden ist. Ansonsten kann „Inner Circle“ das Energielevel aufrechterhalten, wobei der konstante Anstieg der Energie davor hier ihren Höhepunkt erreicht zu haben scheint.

#6: „Chain Of Command“ ist ein würdiger Closer, der mit einem minimalistischen Intro beginnt, der schon die finale Extase vorausdeutet.  Der ganze Song baut sich für mich so auf, dass er noch einmal alle Superlative für sich gewinnen kann. Am Härtesten, am meisten Energie, die brutalsten Vocals, aber dennoch habe ich etwas, was mir am Song fehlt. Was es genau ist, kann ich nicht sagen, aber ich habe mit einem anderen Schluss gerechnet. Ein ordentlicher „letzter Tanz“ war es dennoch.

Stilistisch haut Truth Grip auf „TWIST OF FATE“ eine heftige Palette, die von Hardcore über Groove Metal und Deathcore viele Elemente aufweist. Das Hardcore-Chaos wurde mit der Metal-Schwere so vereint, wie es sich Bands und Fans beider Richtungen nur in ihren Träumen vorstellen können. Für mich hat sich Truth Grip von einem Newcomer zu einem unterschätzten Act entwickelt, der mit dieser Philosophie noch eine blühende Zukunft vor sich hat. Der Sprung, den sie in den letzten Jahren gemacht haben, ist einfach nur enorm. Die EP ist einfach kompromisslos und authentisch und durch die knackige Länge auch empfohlen, sich anzuhören

Fazit: „TWIST OF FATE“ ist eine meisterhafte Weiterentwicklung der Band, die einen mächtigen Sound gefunden hat. Trotz der bisherigen Qualität traue ich Truth Grip noch einen Entwicklungsschritt zu und das voe allem durch die kompromisslose Härte und das kalkulierte Chaos auf ihrer neuen EP.
9 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist:

01 TOF
02 Your Selfmade Hell
03 Born Unequal
04 Division
05 Inner Circle
06 Chain Of Command

 

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