
© Triskelyon
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Triskelyon
Album: Metalmorphosis
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Moribund Records
Veröffentlichung: 21.08.2026 (nur digital)
TRISKELYON ist ein kanadisches Melodic-Thrash-Metal-Projekt, das von Geoff Waye – Gitarrist bei Artach und Category VI – ins Leben gerufen wurde. Ursprünglich Ende 2021 als reines Studioprojekt konzipiert, erschien die erste, selbst betitelte EP im Januar 2022. Danach folgten im Jahresrhythmus weitere Alben, zuletzt im vergangenen November „Maelstrom Of Chaos“.
Nun hatten die Nordamerikaner die ebenso glorreiche wie geniale Idee, ein Cover Album zu veröffentlichen. Unter dem treffenden Titel „Metalmorphosis“ steht diese Veröffentlichung für die vollständige „Metalisierung“ und Transformation zeitloser Klassiker in energiegeladene Metal-Geschosse. Neben fünf brandneuen Aufnahmen enthält die Scheibe auch vier bereits auf früheren Alben enthaltene Cover.
Nun, mit Blick auf die erwähnte Metalisierung haben TRISKELYON ganze Arbeit geleistet, sämtliche Songs bekommen in der Tat eine ordentliche Dosis Metal/Thrash verpasst. Das Ergebnis funktioniert für mich mal mehr, mal weniger gut. Das Tears For Fears Cover „Everybody Wants To Rule The World“ erstrahlt im neuen Glanz, erst recht durch den Thrash Einschub im Instrumental Part. „The Safety Dance“ (Men Without Hats) klingt im Vergleich dreckiger und weniger cheesig als das Original und mit dem von Amanda Jackson (Category VI) intonierte „It Doesn’t Really Matter“ tritt ebenso ordentlich in den Allerwertesten wie die Pat Benetar Nummer „Heartbreaker“.
Auf der anderen Seite weiß mich „Overkill“ (Men At Work) – trotz handwerklich guter Leistung – ebenso wenig zu packen wie Billy Idol’s „Nobody’s Business“. Ob dies meiner eher mauen Begeisterung für das jeweilige Original geschuldet ist, vermag ich nicht abschließend zu bejahen. Und das unverwüstliche „Summer Of 69“ scheitert letztlich nur am Gesang von Basser Dwayne Pike, der mich nicht wirklich abholt.
Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, über den Sinn oder Unsinn dieses Longplayers darf man geteilter Meinung sein. Man kann der Band den Spaß an ihrem Tun gewiss nicht absprechen, und zum Teil machen die Songs richtig Laune, aber zu mehr als gepflegter Hintergrundbeschallung reicht das für mich nicht. Wer aber auf metallische Cover-Versionen steht, wird mit „Metalmorphosis“ bestens bedient.
Tracklist:
- Everybody Wants To Rule The World (Tears For Fears Cover)
- Summer Of 69 (Bryan Adams Cover)
- The Safety Dance (Men Without Hats Cover)
- Overkill (Men At Work Cover)
- Heartbreaker (Pat Benatar Cover)
- Nobody’s Business (Billy Idol Cover)
- It Doesn’t Really Matter (Platinum Blonde Cover)
- Hungry Like The Wolf (Duran Duran Cover)
- Major Tom (Coming Home) (Peter Schilling Cover)
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