Totenmond – Der Letzte Mond Vor dem Beil

cover

 

Geschrieben von Helgvar Mánfreðson
Band: Totenmond
Album: Der Letzte Mond Vor dem Beil
Plattenfirma: Massacre (Soulfood)
Veröffentlichung: 19. August 2016

 

Als Punkband im Jahre 1984 unter dem Namen ,,Wermut“ gegründet, wurde sie 1990 in Totenmond umbenannt. Nun erscheint nach 8 Jahren das neue Album ,,Der Letzte Mond Vor dem Beil“ des Trios aus Backnang, gelegen in Baden-Württemberg, etwa 27 km nordöstlich von Stuttgart. Auf dem Cover prangt in voller ,,Schönheit“ die Gefängniszelle, in welcher der russische Revolutionär und Anarchist Michail Aleksandrovi Bakunin einige Zeit lang in der Peter-und-Paul-Festung in St. Petersburg inhaftiert war.

Nun zum aktuellen Album …(Das ganze wurde im Mastersound Studio von Alex Krull eingespielt und um den Mix und das Mastering kümmerte sich abermals Achim Köhler)… kommend, frage ich mich, wo ist die Energie hin verschwunden, geblieben?! Klar, Pazzer donnert, dröhnt, growlt in altbewerter Gesangsmanier, gepaart mit den krachenden Drums von S.P. Senz, dem drückenden Bass von Senf und der Sound ist fett. Keine Frage – Punkrock / Crustcore / Doom Metal – klasse.

Trotzdem, erinnere ich mich an mörderische Kracher aus Ihrer Vergangenheit, natürlich in erster Linie an meinen Favoriten ,,Sagenwelt“ aus dem 1996er Album ,,Lichtbringer“. Das Ding steckt so voller Power, ging ab wie Schmidts Katze und ist auch 20 Jahre nach seinem erscheinen immer noch eine fette Nummer. Diese Kraft, diese Energie, finde ich leider auf dem aktuellen Album nur wenig.

Ein Opener, der mit 7:36 min. so dahin plätschert, untermalt von Naturgeräuschen, bevor dann bei 6:31 min. der eigentliche, brachiale Übergang zum Album erfolgt. Diesen hätte man aber auch in eine kürzere Version verpacken können. Nun gut, dann lausche ich mal weiter. ,,Hölle im Hof“ (..Gott ist eine Hure, die jeder ficken darf..) und ,, Zu den Waffen“……..ah, zwei Song die mal abgehen, flott aus der Hüfte gespielt, mit Kopf Wipp Headbanging Potential. Wer gelegentlich oder auch öfter meine Rezensionen liest und verfolgt der weiß, dass ich eher auf die Dampfhammer Songs stehe. Aber alles ist Geschmackssache. Danach folgend ,,Blut auf Krank“ und ,,Kehrwoche“, zwei musikalisch schleppende, aber doch sehr interessante Titel. Mit ,,Into The Fire“, dem Deep Purple Klassiker vom 1970er Album  ,,In Rock“, präsentieren sie natürlich eine ganz eigene Kreation. Eben Totenmond, cool.

Insgesamt gefällt mir das Album Nummer 8, mit 10 Titeln gut. Zu mehr als gut, reicht es für mich aber nicht. Schade.

7 von 10 Hellfire-Punkten!

 

Tracklist:

1. Die Entheiligung des blasphemischen Josef und der ewige Regen
2. Hölle mit Hof
3. Blut auf Krank
4. Kehrwoche
5. Tötet den König
6. Zu den Waffen
7. Fort von Gott
8. Giftköder
9. Into The Fire
10. Die Salbung

 

weitere Infos:

https://www.facebook.com/Todistfreude/

 

 

 

 

 

 

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