
© Thron
Geschrieben von Marco Gräff
Band: Thron
Album: Vurias
Genre: Melodic / Progressive Blackened Death Metal
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 31.10.2025
Zehnjähriges Jubiläum im Hause THRON. Und das Deutsch / Schweizer Quintett macht sich mit ihrem fünften Album VURIAS selbst das schönste Geschenk. Erneut liefert die Band ab. Und wieder ein weiterer, großer Schritt in Richtung Eigenständigkeit ist getan. Mit einer guten dreiviertel Stunde ist die neue Platte um einiges kürzer als die letzten drei Veröffentlichungen, was dem Album nur guttut. Das wirkt kompakt, zwingend und auf den Punkt. Da fällt ein Langläufer mit neun Minuten (Ungemach) kaum auf.
Doch los geht es mit es zwei absoluten Nackenbrechern, die keine Gefangenen machen. The Serpent’s Path und Astral Materia bieten klassischen Blackened Death schwedischer Schule, dem THRON aber immer mehr ihren eigenen Stempel aufdrücken. Etwas entspannter geht es bei Hubris‘ Crown ins Gericht. Fast rockig und eingängig, bietet die zudem kürzeste Nummer viel klassischen Metal.
One truth, one light und Griefbearer schlagen in die Kerbe der beiden ersten Tracks, wogegen der schon erwähnte Long Track Ungemach (Stilles Ende) dem treuen Fan schon einiges Neues zu bieten hat. Progressive Einschübe waren ja schon auf „Dust“ deutlich vorhanden, doch hier holt die Band zum Rundumschlag aus. Der Beginn noch sphärisch und psychedelisch (‚Pink Floyd‘ lassen grüßen), frickeln sich THRON durch die Zeit, immer wieder unterbrochen von für das Genre untypischen Keyboard Klängen. Mystisch, geheimnisvoll, progressiv, psychedelisch, großartig.
The Hunter and the Prey geht sogar einen Schritt weiter, überrascht mit einem Saxophon, welches Achtziger Vibes aufkommen lässt. Passt das zu THRON? Verdammt, ja! Bleibt noch A paradox; schleppender, extrem düsterer Beginn. Ruhig und eindringlich. The Metamorph’s Curse wird als exklusiver Bonus Track beworben. Einer, der sich allerdings harmonisch ans Ende der Scheibe fügt, wenn qualitativ auch etwas abfällt.
Dennoch, da haben THRON wieder echt ein Highlight rausgehauen. Von Anfang bis Ende brennt die Hütte, ein wahres Inferno an modernem Blackened Death Metal. Und neben der astreinen Produktion gilt es auch, das virtuose wie eindrucksvolle Drumming hervorzuheben. Zum zehnten Geburtstag haben sich THRON mit ihrem bisher besten Album selbst beschenkt. Herzlichen Glückwunsch!
von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten
Tracks:
01 – The Serpent’s Path
02 – Astral Materia
03 – Hubris‘ Crown
04 – A Paradox
05 – Ungemach (Stilles Ende)
06 – One Truth, One Light
07 – Griefbearer
08 – The Hunter And The Prey
09 – The Metamorph’s Curse (Exclusive bonus track)
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