
© The Magus
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: The Magus
Album: Daemonosophia
Genre: Black Metal
Plattenfirma: The Circle Music
Veröffentlichung: 20.02.2026
Gar nicht so ungewöhnlich, dass sich Formationen nach kurzer Zeit, aus welchem Grund auch immer, umbenennen. In unserem Falle heute wurde „The Magus“ 2022 gegründet. Anfänglich unter dem Namen „Necromantia“ (2021 aufgelöst) bekannt geworden, stehen sie seitdem mit neuem Bandnamen auf der Bühne. Die Thematik des Trios – The Magus (b,voc), Maelstrom (dr) und El (g) – befasst sich mit Dunkelheit, Okkultismus, Luciferanismus und Magie. So lasst uns die Kapuzen unserer Kirchenkutten aufsetzen, und dem düster, dämonischen Schall lauschen.
Trotz ihrer okkulten Themen starten sie im Opener mit dem „Pater Noster“. Das Gebet das kirchlich ziemlich Bedeutung hat, bildet den Einstieg in die düster angehauchte Reise des Okkulten. Die Pseudo Propheten („Pseudoprophetae“) starten mit Volldampf direkt durch. Schier unglaublich, denn kaum existierende Riffs rasen brutal zu einem unfassbaren Ende des Songs. Mit höllischer sprachlicher Ansage empfängt uns gleich zu Beginn der barbarische Track „Daemonosophia“. Mit abgründigen Klängen, als öffne sich die Erde und beabsichtige uns zu verschlingen, wird dem griechischen Black Metal zu 100% entsprochen.
Verdammt hymnisch läutet sich „The Era of Lucifer rising“ ein. Beinah mit himmlischem Chor ein nicht zu erwartender Track. Dynamisch, begleitet von hartem Gitarrensound, ertönt eine Stimme, die mit ohrenbetäubendem finsteren Scream eine geheimnisvolle Botschaft übermittelt (…„i break my chains“..“my reign has just begun“..) Welch Wunder „zartbesaitete Töne“ leiten „Magia Obscura“ ein. Jedoch nur kurz, dann bricht der teuflische Sound über uns herein. Eine brüllende, dunkle Voice zerreißt die vorangegangene Atmosphäre, überlässt der Doublebass die abgründige Rhythmik.
Die Überraschung des Albums bildet der Schluss Track „La Llorona Negra“ („Die schwarze Weinerin“). Das gut sechsminütige Lied teilt sich in zwei gegensätzliche Parts auf. Bis Minute 2:32 erleben wir ein kirchliches Orgelspiel, das es zulässt zu denken, es sei eine „andere Scheibe“ aufgelegt worden. Nach knapp einer Minute ertönt eine sanfte, liebliche Voice, die sich dem theatralischen Rhythmus eines Jahrmarkts anpasst. Keine Panik, die für diese Scheibe übliche Klangstruktur lebt bis zum Ende des Tracks danach wieder auf. Wenngleich in einer gemäßigten Art. Für mich der absolute Knaller dieses Albums!
Fazit: „The Magus“ bleibt trotz Umbenennung seiner Linie treu. Okkultisch angehaucht mit einer tiefgreifenden abwechslungsreichen Atmosphäre, die den griechischen Black Metal bestens vertritt. Aggressiv, entfesselnd und dynamisch eine Reise zur Dämonenwelt. Meine Bewertung liegt bei 7 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01-Pater Noster
02-Pseudoprophetae
03-Daemonosophia
04-The six in three is all one
05-The Era of Lucifer rising
06-Magia Obscura
07-Amelia
08-The Chapel of Iniquities
09-The Pact
10-La Llorona Negra
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