
© The Great Sea
Geschrieben von Marco Gräff
Band: The Great Sea
Album: Noble art of desolation
Genre: Atmospheric / Melodic Black Metal
Plattenfirma: AOP Records
Veröffentlichung: 25.04.2025
Das nenne ich mal einen Einstand nach Maß. NOBLE ART OF DESOLATION ist das Debüt des deutschen Duos THE GREAT SEA. Die beiden sind nicht wirklich Unbekannte und Anfänger erst recht nicht. Zum einen ist das JR (Jochen Rahmer) von ‚Long Distance Calling‘, zum anderen SH (Stefan Hackländer) von ‚Ordeal & Plight‘. Beides ihrer Zeichens Post-Rockbands aus Norddeutschland. Wie mag das nun klingen?
Dass die Band bei AOP Records gut aufgehoben ist, hört man schon nach den ersten Klängen. Natürlich hat der Post Rock ihrer Stammbands Fußabdrücke im Sound von THE GREAT SEA hinterlassen. Aber bei Weitem nicht so stark wie man hätte erwarten können. Eher dezent bringt sich das Stilmittel ein. Mehr zelebrieren die Beiden einen melodischen, zu Teilen auch atmosphärischen Black Metal, der sich im Großen und Ganzen an den Hochzeiten des Black Metals der mittleren 90er Jahre orientiert. ‚Immortal‘, ‚Emperor‘, nur ohne den vordergründigen Keyboardeinsatz.
Mehr wirken hier Riffs, Melodien und die unterschiedlichen Sänger, die den Songs das jeweilige Etwas verleihen. Schaut man sich das Cover an, bevor man das Album zum ersten Mal hört, spürt man schon, dass hier ein Sturm aufzieht. Allerdings einer, der sich zäh nach vorne kämpft und angelehnt an dem Albumtitel eine eher ruhige und sanfte Art der Zerstörung heraufbeschwört.
Sieben Songs, knappe 42 Minuten und keine Sekunde verschenkt. NOBLE ART OF DESOLATION ist ein überzeugendes und großartiges Black Metal Debüt geworden, das Vergangenheit und Zeitgeist wunderbar verbindet, auf schönste Weise vertont. Ein Album welches problemlos als ganzes funktioniert (und idealerweise auch gehört wird), aber mit The maze, No peace among men und Walking at the edge of Death mindestens drei saustrake Songs bietet, die auch sehr gut alleine funktionieren. Sehr starkes Debüt. Mehr davon!
von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten
Tracks:
01 – The water remains
02 – Eden unfolded
03 – The maze
04 – No peace among men
05 – Fading (instrumental)
06 – Upright in nothing
07 – Walking at the edge of Death
Weitere Infos:















