Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Teutonic Slaughter
Album: Cheap Food
Genre: Thrash Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 30.01.2026
Seit 2011 sind die Gladbecker Thrasher um Teutonic Slaughter (..vorher Bone Shatters..) aktiv und gehören damit eher zur neueren Generation. Ihre Vita weist bis zum heutigen Zeitpunkt zwei EP`s, eine Split, eine Compilation und zwei Studioalben auf, aber das Dritte erscheint demnächst und hört auf den Namen „Cheap Food„.
Entsprechend des Wohnortes ist auch das „Intro“ bezugnehmend auf die Geiselnahme von Gladbeck. Was damals geschah war u.a. unfassbar in Bezug auf den Journalismus und am Ende starb die 18 jährige Geisel Silke Bischoff. Das Ganze kann man nachlesen und wird nun auch hier nicht weiter thematisiert. „Hostage“ schwingt sich ein und geht folgend rasant vorwärts. Gesanglich agiert Philip Krisch mal tiefer und mal höher, der spielerische Rhythmus wechselt, die 5-Saiter setzen zum Solo an und so bekommt man Abwechslung geboten. Auch „Cheap Food“ benötigt anfänglich seine Zeit um sich zusammenzufinden aber wenn dies dann erfolgte, sind sie wieder losgelassen. Im flotten, energetisch kraftvoll und geradlinigen Weg wird mir die Schädeldecke fein massiert und besonders gefällt mir hier die Gitarren/Drum Fraktion, denn alles klingt anders und richtig cool. Ab der Mitte und zum Ende hin wird spielerisch gewechselt sodass es grooved, aber dies nur kurzzeitig. Danach und davor setzt wieder das „Irre“ ein, dies macht den Song im gesamten schon jetzt zu einem meiner Favoriten und ein Hauch Tankard schwingt irgendwie mit.
„Redistribution“ eröffnet hauptsächlich 6-Saizer lastig, alle finden zusammen und die Gitarreros wollen gar nicht aufhören, sehr cool. Gesanglich geht es hier dauerhaft höher, der Thrash ist rhythmisch allemal vorhanden und so geht es hauptsächlich energetisch geradlinig und mit ein paar Abbiegungen durch die Zeit. „Witches Rock ’n‘ Roll“ hat das mitgebracht was in seinem Namen schon verewigt wurde. Dies vereint sich mit dem thrashigen und so entsteht eine feine Mischung mit schneidenden Gitarren, einem leichten Hauch dämonischen und einem forschen Auftreten, das mir alles richtig gut gefallen hat und gefällt. „Eviscerating Surgery“ ist ein wahres Brett, feine Melodiebögen begleiten es und die mir von so geliebte Geradlinigkeit mit Wucht wir mir geboten. Fatal wäre es das Gesangliche hier zu vernachlässigen und nicht zu erwähnen, denn das ist breitgefächert mit an Bord und für mich das i-Tüpfelchen zusätzlich. Das man nicht über sechs Minuten voll durchballern kann erübrigt sich von selbst und so wird mittig eine kleine Pause eingelegt, bevor man dann bis zum Ende wieder meine Gehörgänge deftig massiert.
„Fight the Reaper“ hat den Heavy Metal mit im Gepäck und packt ihn aus, hat den Punk und anderes mit im Gepäck und packt dies dazu und so entsteht eine Mischung aus schnellen und mittleren Rhythmen, während es gesanglich hoch geht und der Sensenmann tief lacht. „Give em Hell“ bildet anfänglich einen schönen Hybrid zwischen Bass und Gitarren, baut mit allen anderen folgend Druck auf und so rollt die Thrash Maschinerie vorwärts. Das Grundgerüst an dem man sich entlang bewegt liegt vor, es wird schnell, es darf durchgeatmet werden und so wird man zweiseitig bedient, was dem Rausschmeißer gut zu Gesicht steht. Das Ende ist fast wie der Anfang, denn eine Information hier aber im Hintergrund und schwer verständlich wird kundgetan.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Intro 01:31
- Hostage 03:54
- Cheap Food 06:03
- Redistribution 05:00
- Witches Rock ’n‘ Roll 04:16
- Eviscerating Surgery 06:02
- Fight the Reaper 03:09
- Give em Hell 06:25
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