Temple Of Dread – Dreadspawn Dominion

© Temple Of Dread – Dreadspawn Dominion

 

Geschrieben von: Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Temple Of Dread
Album: Dreadspawn Dominion
Genre: Death-Metal
Plattenfirma: Testimony Records
Veröffentlichung: 07.08.2026

 

Temple Of Dread, dass ist Death-Metal aus Ostfriesland. Nein, Otto oder ein Ottifant ist nicht mit dabei und die Band selbst kannte ich bis dato auch nicht, daher bin ich sehr gespannt auf ihr mittlerweile sechstes Studioalbum, was heute erscheint. Also hören wir mal rein, los geht`s. Im übrigen ist man hier das erste Mal als Quintett unterwegs, aber das nur noch am Rande.

Eröffnet wird mit dem Intro „Wings of Immortality„, dass akustisch und ruhig, fast traurig daherkommt. Alle Songs im schnellen Überblick haben keine größere Überlänge, so auch „Dreadspawn Dominion„. Dieser betritt nun eindrucksvoll energetisch die Bühne. Die Schnelligkeit, das Groovende, das Geradlinige und dazu der wuchtig verrauchte und boshafte Gesang von Jens machen bestimmt nicht nur diesen Song zu einem Old-School-Death-Metal Geschoss, aber das werde ich ja im Weiteren erfahren. „Born to Rot“ stampft schwer auf, alle sind hörbar und so geht man anfänglich den gewählten Weg. Im folgenden spürt man die Steigerung, die sich immer wieder in Ausbrüchen der schnelleren Art und Spielweise hörend darbietet und präsentiert, bis hin zu Blastbeats.

Hybrid Horde Eternal“ gibt mir das worauf ich stehe, nämlich Geradlinigkeit im aggressiven Mantel. Warum man dieses nicht zielsicher weiterführt sondern immer wieder Mal abricht und fast doomig wird, werde ich wohl nie erfahren. Naja das Ganze ist auch keine Wunschsendung meinerseits und irgendwie schwingt immer ein kleiner Hauch Chuck Schuldiner mit, was mir wieder sehr gut gefällt. Gewollt oder ungewollt, spielt dabei für mich keine Rolle. „Death March“ stampft und geht geradlinig im mittleren und schweren Tempo durch meine Gehörgänge. Das Grundgerüst steht, feine Melodiebögen gesellen sich dazu, der Druck wird ausgebaut und geben dem Ganzen die entsprechend zusätzliche Atmosphäre in einer von Dunkelheit und Feuer umgebenen Nacht in Tartaros. „Blood Pyre“ schwingt sich ein, macht kurz halt und geht dann wieder mit meiner geliebten Geradlinigkeit im Dauertakt vorwärts. Das Ganze lädt mich ein parallel zum schreiben hier, meine Nackenmuskel in Bewegung zu bringen und auch wenn sich das Tempo passend im Gesamtkonzept wieder mal erhöht, halte ich durch. 

Scorched by Cosmic Fire“ gibt dunkle Töne von sich, die sich immer mehr in der Lautstärke aufbauen. Dies ist Geschichte und so geht man energetisch, druckvoll Spuren hinterlassend und schon etwas episch seiner folgenden Wege. Dieser erwähnte wird weiter gespickt mit zunehmend spielender Geschwindigkeit, Blastbeats und 6-Saiter klanglichen Darbietungen. Eine coole Mischung wird präsentiert, wo auch alles vorher schriftlich hinterlegte perfekt ineinander greift. „Rites of Blasphemy“ ist der kürzeste Track auf dem Album, natürlich neben dem Intro. Dieser gönnt sich anfänglich keine Ruhepause und so geht es von Anfang an mit einer hohen Dosis Aggressivität und Schnelligkeit durch seine begrenzte Zeit. Dieses wird doch folgend kurz „unterbrochen“, aber das vorher Erwähnte hat dann bis zum Ende weiterhin die Oberhand.

Artisan of Oblivion“ stimmt sich mächtig ein und ab geht die Todes-Metal Kanonade. Die Felle und alles andere dort platzierte wird ordentlich und unterschiedlich malträtiert, der Rhythmus wechselt, druckvoll spielerisch hochwertig ist es allemal und das Mikrofon darf wieder die passenden Klänge aus der Sangeskehle entgegennehmen. „Infernal Eternity“ ist nicht nur der Längste, sondern auch der letzt platzierte Track auf diesem Album. In diesem wird noch einmal alles aufgefahren und geboten und die unterschiedlich geführte Darbietung nicht ausgegrenzt. Mal geht es schwerer, mal geht es schneller, mal geht es weniger, mal geht es mehr melodisch mit feinen Bögen zur Sache und diese begleiten mich bis zum Ende an den Säulen des Poseidontempel in Paestum vorbei und  hinaus.

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

1 Wings of Immortality (Intro) 01:22
2 Dreadspawn Dominion 03:31
3 Born to Rot 04:28
4 Hybrid Horde Eternal 03:29
5 Death March 04:53
6 Blood Pyre 03:58
7 Scorched by Cosmic Fire 04:50
8 Rites of Blasphemy 02:58
9 Artisan of Oblivion 04:55
10 Infernal Eternity 05:52

 

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