
© Sun of the Dying
Geschrieben von Marco Gräff
Band: Sun of the Dying
Album: A throne of ashes
Genre: (Melodic) Death Doom / Gothic Metal
Plattenfirma: AOP Records
Veröffentlichung: 21.11.2025
Seit ihrem letzten Longplayer „The earth is silent“ haben sich SUN OF THE DYING aus Spanien ganze sechs Jahre Zeit gelassen, um endlich den Nachfolger A THRONE OF ASHES vorzulegen. Um es vorweg zu nehmen – das Warten hat sich definitiv gelohnt!
Ich gehe sogar so weit zu behaupten, die Band hat sich in allen Punkten deutlich verbessert. Sei es beim Songwriting selbst oder bei der Umsetzung und den Aufnahmen. A THRONE OF ASHES ist ein Album einer aufstrebenden Band, an dem sie sich zukünftig immer wieder selbst messen lassen muss. Was die Spanier hier in gut 40 Minuten vom Stapel lassen, muss sich hinter den Großen der Szene nicht verstecken. Man könnte jetzt immer wieder mal die Nähe zu solchen Bands suchen. Wie etwa bei ‚My Dying Bride‘ oder ‚Swallow the Sun‘. Ich für meinen Teil finde A THRONE OF ASHES im direkten Vergleich der jeweils letzten Alben der beiden genannten Bands klar im Vorteil.
Hier überzeugt das Sextett vom ersten Takt an. Über allem stimmungsvolle Songs mit genial dramatischem Aufbau. Klagend, leidender Gesang wechselt sich songdienlich mit kraftvollen, erschütternden Growls ab. Dazu gesellen sich weibliche Guest Vocals (von Antinoë) bei With wings aflame, was dem Song eine typische 90er Gothic Metal Note verleiht, ohne in die kitschige „The Beauty and the Beast“ Schublade zu rutschen. Das ist alles durchdacht, ernsthaft ohne zwanghaft zu sein. Die Death Metal Wurzeln schlagen immer wieder durch, um im nächsten Moment von schaurig schönen, emotionalen Melodien zurückgedrängt zu werden. Akzentuiertes Schlagzeugspiel, griffige, drückende und melodische Riffs. Die Keys sorgen für die richtige Atmo. Dazu schon der erwähnte abwechslungsreiche Gesang.
Und dann ist da ja noch das wundervolle Spiel mit der Geige. Bis auf die Briten von ‚My Dying Bride‘ fällt mir aktuell keine Band ein, die dieses zarte Instrument so schön einsetzt. Wobei die Spanier mit diesem Stilmittel eher Hoffnung schüren als Trauer. Besonders gelungen ist das meiner Meinung nach bei Martyrs und (meinem Highlight) House of Asterion. Aktuell werde ich es jedenfalls nicht müde, dieses wundervolle Album zu hören. A THRONE OF ASHES bringt alles mit, was ein modernes Death Doom Album braucht. Mein Aufsteiger des Jahres und eines der besten Alben sowieso.
von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten
Tracks:
01 – Martyrs
02 – Black birds beneath your sky
03 – With wings aflame
04 – The greatest of winters
05 – House of Asterion
06 – Of abscence
Weitere Infos:










