Storm – Join the Storm

© Storm

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Storm 
Album: Join the Storm 
Genre: Metalcore / Punk / Pop  
Label: Indie Recordings 
Veröffentlichung: 22.08.2025

 

Was kann man von einem Künstler mit dem Namen „Storm“ erwarten, der zudem noch eine Einladung ausspricht, diesem Sturm zu folgen? „Join the Storm“ bietet 10 Songs. Der Norweger hat sich in seinem Land bereits einen Namen geschaffen. Nun möchte er über die Grenzen hinaus auch ausserhalb Skandinaviens musikalische Akzente setzen. Ob das Album dazu das notwendige Interesse wecken kann?

Erstaunt muss man zu Beginn der Scheibe feststellen, dass Storm für den Opener „KI“ einsetzt. Die ertönende voice klingt sehr elektronisch. „Join the Storm“ ist also eine Aufforderung entweder der künstlichen Struktur zu folgen, oder eine Aufforderung sein Werk zu begutachten? Wäre sicher einfacher gewesen zu sagen: follow me!

„Moonlight“ jedenfalls zeigt sich von einer recht interessanten Seite. Metalcore lässt grüßen, aber irgendwie kann er auch hier die „KI“ Stimme im Background nicht weglassen. Eine neue Methode Musik zu bereichern? Das er seinen eigenen Weg gehen möchte, gibt er textlich in „Alien Perspective“ zur Kenntnis (..„people say i`m young..treat me like i’m no one“…“i only trust myself and my own opinion“). Die Jugend gibt ihm scheins das Recht sich so rebellisch zu geben. Könnte ein „ESC – Titel“ werden.

Eher feurig als „erstickend“ mit einer gehörigen Prise an Aufmerksamkeit erleben wir „Suffocating“. Mit welcher Selbstverständlichkeit „Storm“ hier performt, ist schon imposant. Was für eine Melodie, die „Black Hole“ offeriert. Außergewöhnlich die „Bridge“ mit dem Kindervers „La la la la la..i`m begging for attention“. 

Hat er eben noch von Aufmerksamkeit gesungen, so kehrt „Fame“ dies ins Gegenteil um. Alles nicht gewollt, konträr  (…„not chasing moments in the spotlight“…„they selling their souls“). Künstlerisch betrachtet ein verrücktes Kunstwerk. „Fever Dreams“ ist der Track, der in kurzer Laufzeit (4:44) soviel miteinander komprimiert. Rap, Metal Core und growlende Black Metal Merkmale.

Fazit: Ups! Ein Debut, das sich mit einem Mix aus Metalcore Elementen, Punk, Rap und auch diversen poppigen Merkmalen zusammensetzt. Dies verleiht dem Album eine gewisse magische Energie, die einem „Sturm“ gleichkommt. Gleichwohl es gewöhnungsbedürftig ist, sich mit der „KI“ anzufreunden. Schon zuvor wurden einigen Stilrichtungen kaum Chancen eingeräumt und belächelt. Geben wir ihm also seine Chance sich zu beweisen. Die Aufmerksamkeit hat er sich jedenfalls verdient.
Meine Bewertung liegt bei 8 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

01-Join the Storm
02-Moonlight
03-Alien perspective
04-Walking Dead
05-Asphyxiate
06-Suffocating
07-Black Hole
08-Fame
09-Running from my Heart
10-Fever Dreams

 

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