Storm Force – Truth

© Storm Force

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Storm Force
Album: Truth
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: BraveWords Records
Veröffentlichung: 25.09.2026

Der heutige musikalische Ausflug geht nach Kanada, denn dort residiert die Hard Rock Formation STORM FORCE. Angeführt wird die Band von Greg Fraser, der nach seiner Zeit bei den von ihm gegründeten Brighton Rock zwei Rockalben mit Fraze Gang veröffentlichte. Für STORM FORCE entschied er sich jedoch, die Rolle des Frontmanns aufzugeben und nach passenden Musikern aus seiner Umgebung zu suchen, um ein echtes Bandgefühl entstehen zu lassen. Ihrem Debüt Album „Age Of Fear“ (2020) folgt nun der neue Longplayer „Truth“.

Der eröffnende Titeltrack baut sich langsam auf, bis die Band einsteigt und sich die Gewichtung Richtung stoischem Rocker verlagert, und zu behaupten, dass der unterschwellige Groove und die Hookline einen kalt lässt, wäre wohl die Untertreibung des Jahres. Bei „Silver Lining“ kommt eine leichte Spur von Dreckigkeit hinzu, was dem Sound der Nordamerikaner gut zu Gesicht steht. Auch wenn dies beileibe nicht der einzig hervorstechende Song auf dem Album ist, wäre das Teil mein erster Anspieltipp. Der fluffige AOR Song „Saviour“ erinnert dermaßen nach Bon Jovi der Neuzeit, dass es mich nicht wundern würde, wenn der gute Jon irgendein fast vergessenes Demo vermissen würde.

Dass STORM FORCE ein besonderes Gespür für massentaugliches Songwriting besitzen, beweist „Between The Lines“, der Song tummelt sich irgendwo zwischen Schmuse-Rocker und Stadion-Rock Attitüde und erweist sich als Ohrwurm mit Suchtpotential. „Anti Social Media“ ist eine Abrechnung mit den diversen Sozialen Netzwerken und deren negativem Begleiterscheinungen im Rock-Format. „Fire Starter“ (nein, kein Prodigy Cover) strotzt vor Coolness und geht als Mischung irgendwo zwischen Goodbye June und Krokus über die Ziellinie.

„On With The Show“ verfügt über einen ordentlichen Drive und markante Hooks, auch wenn der Track vor allem im Chorus schon fast Richtung AOR tendiert. „You’re Never Alone“ ist ein gefühlvoller Rocker mit toller Gitarrenarbeit, bei dem mir aufgrund der Gesangslinien sofort Ronnie Romero in den Sinn kommt-

Irgendwann ist es dann auf jeder Melodic Hard Rock Scheibe soweit und die obligatorische Ballade muss ran. Was „Saviour“ schon angedeutet hat, vollendet nun „I Wasn’t Finished Loving You“, der Track startet zunächst nur mit Piano und Gesang, bis dann zum Refrain der Rest der Truppe einsteigt. Nette Nummer, aber wenn man ehrlich ist hat man Vergleichbares schon packender erlebt. Das abschließende „Karma’s A Bitch“ fährt einen unwiderstehlichen Groove auf und gibt sich deutlich bissiger als zuvor.

Fazit: „Truth“ ist ein weitestgehend schnörkelloses Melodic Rock Scheibchen, dass mit einer Fülle großartiger Melodien aufwartet und allen Anhängern der genannten Referenzen empfohlen werden kann.

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Truth
  2. Silver Lining
  3. Saviour
  4. Between The Lines
  5. Anti Social Media
  6. Fire Starter
  7. On With The Show
  8. You’re Never Alone
  9. I Wasn’t Finished Loving You
  10. Karma’s A Bitch

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