
© Steve Morse Band
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Steve Morse Band
Album: Triangulation
Genre: Instrumental Progressive Rock
Plattenfirma: Music Theories Recordings
Veröffentlichung: 14.11.2025
Normalerweise muss man über den virtuosen Saitenkönig Steve Morse nicht viele Worte verlieren. Seit seinem Ausstieg bei „DP“ war es kurzzeitig ruhig geworden. Nun steigt der Gitarrist mit seiner „Steve Morse Band“ wieder in das musikalische Karussell. Zusammen mit Dave LaRue (b) und Van Romaine (dr) bilden sie das gleichschenklige Dreieck. Botanisch gesehen, ist es eine Veredlung von Gehölzen. Ob Steve dies auch auf seine Musik bezieht, und uns eine „Veredlung“ seiner musikalischen Künste offeriert? Was in den neun Songs an Qualität steckt, führen wir nun unserem Gehör zu.
Schon der Opener „Break Through“ gibt die Richtung vor. Ein „Durchbruch“, der wie zu werten ist? Musikalisch? Kaum vorstellbar, denn Steve gilt als einer der besten Gitarristen, der sich nicht mehr beweisen muss! Sein virtuoses Spiel kommt hier bestens zur Geltung. Dieser Dialog zwischen Drums und Gitarre bildet das klangliche Gerüst des Songs. Erstaunlich, wie sich der Bass in den Dialog einbringt.
Mit einer brillanten Melodie zelebriert Steve „TexUS“. Mit welcher Spielfreude es im Studio gewesen sein muss, zeigt das 4-minütige Ergebnis. Klarer, rhythmisch gut definierter Gitarrensound, der keinen Wunsch offen lässt. „March of the nomads“ beherbergt einen schönen „Dialog“ von Steve und Dave. In einigen Passagen könnte man sich gut vorstellen, Filmmusik zu hören.
Etwas spezieller wird es in „Ice Breaker“. Nicht verspielt, aber mit einem sehr funkigen Touch, was schon in „Off the cuff“ zu bewundern war. Was Steve im „Longrun“ „Tumenie Partz“ (..10: 59..) abliefert, darf man getrost als ein Masterpiece bezeichnen. Rhythmische und melodische Tempi Wechsel, virtuoses Gitarrenspiel verschmelzen miteinander. „Triangulation“ lebt von der unterschiedlichen Klangwelt der Gitarren. Dieses „Frage und Antwortspiel“ beider ist keine wirkliche „battle“. Eher eine belebende Konversation.
Den Schluss Track „Taken by an angel“, in dem sein Sohn Kevin mitwirkt, sehe ich als ein „last farewell“ an seine verstorbene Frau. Der sehr balladeske Abschied hat schon etwas sakrales in sich. Trauer und Dankbarkeit vereinen sich hier. Trauer durch die leisen Töne, Dankbarkeit durch die deutlich harmonischeren Töne zum Ende.
Fazit: Ein grandioses Album, das sich aus den Genres Rock, Blues, Jazzelementen und sogar mit klassischen Zutaten garniert sieht. Bemerkenswert das der Gesang hier in keinster Weise vermisst wird. Steve zeigt den „jungen Hüpfern“, wie gute Musik klingt. Er hatte eine verdammt gute Zeit bei „DP“ und kehrt mit magischer Frische wieder zurück. Das geniale Trio heimst sich 9 von 10 Hellfire Punkten ein.
Tracklist:
01-Break through
02-Off the cuff
03-TexUS (feat. Eric Johnson)
04-The unexpected
05-March of the nomadds
06-Ice Breaker
07-Tumeni Partz
08-Triangulation (feat. John Petrucci)
09-Taken by an angel (feat. Kevin Morse)
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Hallo Bernd, Lied doch einmal nach, was Steve mit Triangulation meint. Es ist gut, dass er jetzt wieder seine Position in der Musik bestimmt hat. Ein wahres Meisterwerk!