Sterbhaus – Next Akin To Chaos

© Sterbhaus

 

Geschrieben von: Tim Karow
Band: Sterbhaus
Album: Next Akin To Chaos
Genre: Melodic Trash Metal
Plattenfirma: Killhead
Veröffentlichung: 21.11.2025

 

Man muss ja sagen, eigentlich war bei Band Sterbhaus schon längst der Deckel drauf. 2019 hat man die Kiste zugemacht, Schleifchen drauf, „War schön mit euch!“, fertig. Die Jungs hatten schlicht andere Baustellen, mehr Stress als Spaß, und die Energie für den technisch verfrickelten Death/Thrash-Berserker war einfach nicht mehr da. Umso ulkiger ist es, dass Mastermind Marcus Hammarström nach seinem Abgang bei Shining plötzlich wieder Bock auf das alte Biest hatte. Also: Deckel wieder runter, Staub abklopfen, und Sterbhaus lebt wieder!

Die ersten digitalen Häppchen hatten sogar versprochen: „Ey, diesmal wird’s nicht ganz so chaotisch wie früher.“ Ja, Pustekuchen. „Next Akin To Chaos“ macht seinem Namen alle Ehre, nur eben nicht im positiven Sinne.

Die Schweden präsentieren erneut Songs, die wirken, als hätte jemand den Modus „Shuffle“ in den Proberaum geschleppt und nie wieder ausgeschaltet. Egal ob kompakt gehalten oder in epischer Länge ausgebreitet: Die Ideen fliegen wie wild durch den Raum, setzen aber nie richtig auf. Tempo? Meist dasselbe. Breaks? Joa, so selten wie Bier auf ’nem Straight-Edge-Festival. Melodische Elemente? Vorhanden, aber nie zu Ende gedacht, wie ein guter Witz, bei dem niemand die Pointe sagt.

Und das ist das Tragische. Die Band kann ja eigentlich. Die Screams sind top, technisch sind alle fit wie ein Turnschuh, und manche Riffs hätten richtig Pfeffer, wenn sie denn aus dem luftleeren Raum herauskommen würden. Stattdessen reiht man Baustein an Baustein, alles hochwertig produziert, aber eben steril wie eine OP-Schale. Selbst „Master Of The Hunt“, das ein bisschen dramatischer wirken soll, kriegt die Kurve nicht und bleibt im eigenen Nebel hängen.

Unterm Strich ist es schön, dass Sterbhaus wieder da sind. Ehrlich! Aber der große Befreiungsschlag? Der bleibt leider aus. Zwischen Anspruch und Ergebnis klafft ein Graben, über den selbst ein Wikinger nicht springen würde. Stark gespielt, schwach strukturiert. Technik hui, Songwriting pfui, das kann die Band definitiv besser. Ich kann da leider nicht mehr als 6 von 10 Hellfire-Punkten geben.

 

Tracklist

01 Deth Bü Wolfe
02 Wrecking The World
03 The Evildoer Of Pixelville
04 Whippersnapper
05 Nowhere In The Bible Does Jesus Have A Sword Fight
06 Master Of The Hunt
07 The Man Who Was A Rat , Who Was A Snake
08 Bad Workerd Are Slaves… And Dead
09 The Autopsy Of Intergalactic John Doe
10 Abhorrence

 

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