Steelpreacher – Gimme Some Metal

© Steelpreacher

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Steelpreacher
Album: Gimme Some Metal
Genre: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: ACFM Records
Veröffentlichung: 05.09.2025

Es gibt im Leben eines Metallers manchmal Bands, die begegnen einem im Laufe der Zeit immer wieder, ohne dass man musikalisch betrachtet zusammenkommt. Nicht weil die jeweilige Band schlecht oder das Genre nicht passend wäre, sondern weil man sich schlicht nicht aufraffen konnte, sich mal eingehender mit der Band und deren Mucke auseinanderzusetzen. So ergeht es mir mit den Koblenzern STEELPREACHER, die von meinen Hellfire-Kollegen in der Vergangenheit zwar schon einige Male beleuchtet wurden, aber dennoch irgendwie an mir vorbeigegangen sind.

Wie heißt es in der Promo zu „Gimme Some Metal“ so schön: „No-bullshit, (just) straight-forward Heavy Metal“, und genau das liefern STEELPREACHER! Angeführt vom feinen Nackenbrecher „Hell Ain’t What It Used To Be“ servieren uns die Jungs einen herrlich räudigen Soundtrack für Bier- und Whisky-getränkte Abende. Passend dazu erhebt man zu „Drinking The Night Away“ erstmals lyrisch die Gläser, sofern man vom Rock’n Roll Sound-angetrieben vor lauter Abzappeln nicht vorher schon alles verschüttet. Auf jeden Fall geht diese Nummer mit seinen fetten Backing-Shouts sowie dem unwiderstehlichen Chorus sofort in Gehör und Bein über.

Der Titeltrack ist pure Headbanging-Magie a là Accept während sich „Hell Is On Fire“ als höllisch groovender Hard Rock Stampfer entpuppt. „Heart Of Darkness“ ist insoweit eine Überraschung, da STEELPREACHER zur Abwechslung mal nicht im Party Modus agieren, sondern der Uptempo Nummer ihrem Titel entsprechend einen düster gefärbten Unterton hinzufügen. „Green-Bottled Beer“ holt für gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten den Rock’n Roll zurück auf die Bühne, nur um das Ganze beim nachfolgenden „Midnight Sensation“ in Richtung dreckig-bluesigen Hard Rock zu lenken.

Auch „Forever Free“ bewegt sich in ähnlichen Gefilden, wenngleich hier noch eine Prise Southern Rock hinzugefügt wird. Nach einem fast schon majestätischen Beginn setzt der längste Track des Albums „Dawn Of War“ nicht etwa zum finalen Angriff auf die Nackenmuskulatur an, sondern präsentiert sich vielmehr als epischer Midtempo Track, der mich von der Machart her ein wenig an Manowar erinnert. „Hell Awaits“ bringt dann wieder vermehrt Tempo in Spiel und sorgt – garniert mit einem unterschwelligen Groove – für ordentlich Druck aufm Kessel, und der Bass-Part nach dem Solo dürfte bei Auftritten für reichlich Interaktion mit dem Publikum sorgen.

Eigentlich wäre „Hell Awaits“ schon ein krönender Abschluss des Albums gewesen, aber als Zugabe gibt es den Opener nochmal als trinkfreudigere Version namens „Hell Ain’t What It Used To Beer“ zu begießen, und wer wäre bei dem Titel besser für einen Gastbeitrag geeignet als Hessens Bier-Bembel Himself Andreas „Gerre“ Geremia (Tankard)? Richtig, niemand!

Auf STEELPREACHERs Facebook-Seite steht geschrieben: „Die meisten Menschen reagieren auf uns einfach nur mit Kopfschütteln…“! Dem kann ich nur vollends zustimmen, wer er eine Mischung aus erdigem Hard Rock und Party Metal zu schätzen weiß, wird das (verbliebene) Haupthaar schütteln, als anderen wohl nur verständnislos den Kopf!

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Hell Ain’t What It Used To Be (3:40)
  2. Drinking The Night Away (3:59)
  3. Gimme Some Metal (4:08)
  4. Hell Is On Fire (4:14)
  5. Heart Of Darkness (4:51)
  6. Green-Bottled Beer (2:16)
  7. Midnight Sensation (4:49)
  8. Forever Free (5:05)
  9. Dawn Of War (5:56)
  10. Hell Awaits (4:35)
  11. BONUS: Hell Ain’t What It Used To Beer (feat Gerre) (3:41)

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