
© Speed Stroke
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Speed Stroke
Album: Damage Control
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 21.08.2026
Die 2010 in Imola (Bologna) gegründete Formation SPEED STROKE gab ihr Debüt im Jahr 2011 mit einer Coverversion von „Riot In Everyone“ für die Compilation „Reborn In Sleaze“ – dem offiziellen Tribute-Album für Dave Lepard (Crashdïet). Nach ihrem gleichnamigen Debüt im Jahr 2013 erschien das zweite Album „Fury“ drei Jahre später und ermöglichte es der Band, ihre Reichweite in ganz Europa weiter auszubauen. Seit ihrer letzten Veröffentlichung „Scene Of The Crime“ sind mittlerweile sechs Jahre ins Land gegangen, doch nun melden sich die Italiener mit „Damage Control“ zurück.
„Glorious Breakdown“ legt los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und einem leichten Unterton von Aggressivität, der Refrain hingegen bringt dann die zu erwartenden Fan-freundlichen Melodien nebst fetten Backing-Gesängen. Insgesamt pendelt das Ganze irgendwo zwischen Heavy Rock und Metal. Den Kontrast dazu bildet „Heart Of The City“, das eher gemächlich groovig vor sich hin tuckert und nicht zuletzt im Chorus an Größen wie Airbourne erinnert. Der Titeltrack nimmt dann wieder Fahrt auf, besticht aber im Gegensatz zum Opener mehr durch Melodik und schmeichelnden Chören denn durch aggressive Attitüde.
Das intensive „State Of Shock“ setzt den eingeschlagenen Weg nicht nur fort, die Melodielinie dürfte wohl als die eingängigste des gesamten Albums über die Ziellinie gehen. „Italian Coglione“ (Coglione bedeutet Arschloch) ist ein Midtempo Rocker mit leichten Hooks und hohem Mitgröl-Potential, der Live vermutlich rasch zum Publikumsliebling avancieren dürfte. „In Flames“ liefert dann einen Mix aus dynamischen Riffs und einem etwas zurückgenommenen Refrain, dessen Ergebnis gut von Bands wie Motorjesus hätte stammen können.
„Blessed By Misery“ unterscheidet sich dann völlig vom übrigen Songmaterial, denn hier wird weniger die derbe Hard Rock Keule geschwungen, sondern feiner Blues Rock feilgeboten. Unterstützt werden SPEED STROKE dabei von Giorgia Colleluori (ex-Sinner, IT’sALIE), die dem Song ebenso eine besondere Färbung verlieht wie der überraschende Saxophon Einsatz am Ende des Stücks. Einen leicht bluesigen Unterton hat auch „All For The Weak End“, gepaart mit einem unterschwelligen, lässigen Groove weist das Teil dezente Aerosmith Vibes auf.
„Walls“ kommt im Vergleich zum Gros der Songs mit einer leichten Pop Note daher, ohne seine Rock Wurzeln zu verleugnen, und das finale „Chain Reaction“ sorgt mit seinen Sleaze Verweisen sowie der unwiderstehlichen Melodieführung im Chorus für ein fettes Ausrufezeichen zum Album-Abschluss.
Unterm Strich haben SPEED STROKE ein starkes Hard Rock Album abgeliefert, das bei Fans von Backyard Babies, Hardcore Superstar, Crashdïet und der erwähnten Referenzen auf offene Ohren stoßen sollte.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Glorious Breakdown
- Heart Of The City
- Damage Control
- State Of Shock
- Italian Coglione
- In Flames
- Blessed By Misery
- All For The Weak End
- Walls
- Chain Reaction
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