
© Soundclutch – H.E.A.T.
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Soundclutch
Album: H.E.A.T.
Genre: Hard Rock / Stoner / Grunge / Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 01.05.2025
Das Städtchen Hünxe liegend an der Lippe und im Nordwesten des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen ist der Ursprungsort des Quartetts um Soundclutch. Diese haben sich laut eigener Aussage dem Hard Rock, dem Grunge und dem Metal verschrieben. Aktuell liegt mir ihr Debütalbum vor und vielleicht kann ich ja mit meiner Rezension auch mal kleinere Bands supporten, denn Sie haben uns ja auch ohne Zwang von sich aus kontaktiert und freundlich angefragt.
„Intro“ als kurzer Einstieg eröffnet leicht sphärisch und mit verschiedensten kleineren Geräuschen im Hintergrund und folgend tritt „Mountain Man“ in den Vordergrund. Dieser hat den Charme vergangener Jahrzehnte im Gepäck, rockt fein durch die Zeit und für mich sind zusätzlich zu Grunge auch Stoner-Elemente wahrnehmbar. Alles dies spielt eher eine untergeordnete Rolle, denn die Herren verstehen allesamt ihr klangliches Handwerk und Julian gibt mit seinen treffsicheren und vor allem sehr guten Vocals noch die Sahne auf die Torte. „Take The Chance“ zelebriert trotz rockiger Note auch einen Hauch Verträumtheit, gesanglich ist man mal tiefer, mal höher aufgestellt und auch wenn diese mal nicht aktiv ist, harmonieren alle anderen perfekt miteinander.
„Back To Bloom“ gibt dem Bass anfänglich und alleinig die Bühne und auch hier darf geschwebt und geträumt und gerockt werden, ganz wie man es für sich mag. Im weiteren Verlauf kommt es kurz zu dunkel stimmlichen Sprach-Momenten und die 6-Saiter von Philipp zeigt solo mäßig was sie bzw. er kann. „Easy Prey“ hat rockig druckvolle Momente, denn die Drums kommen anders daher und auch generell ist man dynamischer auf Tour, aber dies mindert nicht die Qualität des vorher gehörten. Eher ist es ein Daumen der hoch geht für die kreative Breite. „Carry Me“ „verzerrt“ die Gitarre und stampft wuchtig und geradlinig im mittleren Tempo auf. Der Song lädt direkt zum altersgerechten Headbangen ein, umhüllt von Melodiebögen und einer Steigerung in Sachen Tempo zum Ende hin.
„Goldstar“ ist der längste Song im dreizehnköpfigen Zusammensein und geht traumversunken mit den passenden Melodien seiner Wege. Generell scheint dieses im gesamten Schaffen der Band auch ein Markenzeichen zu sein, was ihnen gut zu Gesicht steht und hier haben wir noch die Ausnahme, dass der Gesang sich vorher in den Urlaub verabschiedet hat. „Bei „Smooth“ ist er wieder zurück, es darf der Bewegungsapparat in Form gebracht oder einfach nur mitgemacht werden, denn das Rockige hält in feiner Form wieder Einzug. „The Sense“ schwingt sich rhythmisch und dynamisch vorwärts, der Sound wird etwas härter, Double-Bass vernehme ich, man tritt Spuren in den Sand und der Herr der Gitarre darf sich hörend wieder mehr austoben.
„Black Paper“ setzt das Härtere seines Vorgängers fort, lässt das weltvergessen aber nicht außer Acht, Roland am Schlagzeug zeigt hier beeindruckend das es nicht nur in eine Richtung geht und gesanglich ist man breitgefächert unterwegs. „Right Back Up Again“ hat „Sirenen“ mitgebracht und hinterlässt folgend wieder härter klangliches in feiner Form, was zusätzlich gepaart ist mit teilweise versunkenen Tönen und so kann jeder für sich entscheiden, ob er mit seinem Partner die angezündeten Kerzen oder die Hüften schwingt. „Messenger“ entlässt sphärische und psychodelische Klänge, geht rockig druckvoll weiter, auch hier zeigen die Herren ihr Können in der Gesamtheit und zum Ende hin hat man und bekommt den Eindruck, ein Zug kommt einem donnernd entgegen. „Hey Friend“ hat den Rhythmus lebhaft und energetisch mitgebracht und so bleibt der letzte im musikalischen Bunde nicht auf der Strecke zurück. Die Momente werden unterschiedlich dargeboten und er ist ein würdiger Abschluss der dich träumen, der dich rocken lässt und mich mit einem Besetzzeichen verlässt.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
1 Intro 01:01
2 Mountain Man 03:59
3 Take The Chance 03:00
4 Back To Bloom 04:35
5 Easy Prey 04:19
6 Carry Me 04:47
7 Goldstar 06:44
8 Smooth 03:26
9 The Sense 04:02
10 Black Paper 03:48
11 Right Back Up Again 04:25
12 Messenger 05:15
13 Hey Friend 04:35
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