
© Soul Grinder – Frozen Halls
Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Soul Grinder
Album: Frozen Halls
Genre: Death Metal
Plattenfirma: MDD Records
Veröffentlichung: 16.10.2025
Die deutschen Death Metaller aus Bremen veröffentlichten im Herbst des letzten Jahres ihr drittes Studioalbum namens „Frozen Halls„. Gespickt ist das Ganze mit zehn Track und kommt damit auf eine Gesamtspielzeit von 40:33 Minuten.
„Cursed Covenant“ stimmt sich schwer und tiefergehend ein, Das Gesangliche kommt hinzu und nachdem man sich gefunden hat feuern und finden Blasbeats auf dem Handgelenk und jede Menge energetisches den Weg in meine Gehörgänge. Ab der Mitte wird nach diesem infernalen gegroovt, dies bis zum Ende hin und all dies ist von einem klanglich feinen Sound umhüllt. „Frozen Halls“ hat chorales in leichter und dezenter Form mitgebracht, dass sich auch im weiteren Verlauf immer wieder Mal im Hintergrund oder parallel bemerkbar macht. Ansonsten wird ausgeteilt im unterschiedlichsten Rhythmuspaket und das Ganze hier hat eine epische Grundstimmung. Mit „Malevolent Reality“ sind die schwebenden Momente verschwunden und so wird geradlinig, ohne Schnörkel aus allen Rohren gefeuert und gesanglich bedient man sich zweierlei, dass mir gut gefällt. Folgend wechselt man den Mantel wieder mittig, bösartige Screams und eingehende Schwere sind zu vernehmen und dem Ende nahe, geht man spielerisch zum Anfang zurück.
„Into the Nightmare“ hat sich mit verzückender Geradlinigkeit druckvoll mitgebracht und so geht es schön gerade den todesmetallichen Weg entlang. Ach nö, die Mitte wieder. Warum wird immer genau dort ein Wechsel eingebaut? Kann man nicht einfach mal komplett eskalierend durchballern? Gut dann nicht. Kreativität muss ja wohl sein und ich habe mich auch schon wieder etwas beruhigt, denn das andere Gehörte baut sich gut ein und somit ist das gemeinsam Fließende gegeben. „Dreaded Fate“ ist eher ein „gemächlicher“ Vertreter mit dem Druck, der schon vorher vernommen wurde. Das ist mitnichten etwas negatives, der Track hat für mich auch eine leichte Gothic Note und passend dazu geht alles klanglich eher nach unten, als nach oben. „Amorphous Blight“ hat ordentlich wumm im Sound, wieder wird es fein episch, der Rhythmus wechselt, Blastbeats wieder aus dem Handgelenk, 6-Saiter Solo Klänge und so bildet alles in seiner Einheit ein feines Gemisch. „Cosmic Scourge“ hat den Rhythmus wo ich mit muss, geradlinig stampfend hinterlässt er seine Abdrücke im pestverseuchten Boden und diesmal überschreiten wir die Mitte ohne große Wendungen und Änderungen. Natürlich bleibt dies nicht so und man groovt sich der Ziellinie entgegen.
„The Lurking Death“ eröffnet links im Headset und kurz darauf werden beide Ohrmuscheln bedient. Der Track gefällt mir richtig gut, bietet er doch die gespielte Marschrichtung und Geschwindigkeit die mir zusagt. Leichte elektronische Töne vernehme ich begleitend im Hintergrund, sodass das Ganze einen leicht schwebenden Charakter erhält, während die Growls teilweise nach unten gehen, was sehr gut passt. „Ominous Retribution“ schreit mich länger an, hat Druck und Wucht im Gepäck und so wie die Herren sich einschwingen, gefällt es mir. Im folgenden werden die Sticks unterschiedlich malträtiert und alles von „ich verdresche dich“ bis hin zu „ich groove mit dir“ ist mit an Bord. „Towards a Silent Grave“ schwingt hoch, schwingt runter, die Blasbeats erscheinen auf der Fellfläche, ein feines Solo der 6-Saiter ertönt, es wird geflüstert und kraftvoll vokalistisch sich präsentiert, der Rhythmus ändert sich auch hier und endend wird langsam leiser werdend das Licht ausgemacht.
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
1 Cursed Covenant 04:53
2 Frozen Halls 04:11
3 Malevolent Reality 03:56
4 Into the Nightmare 03:38
5 Dreaded Fate 03:51
6 Amorphous Blight 03:55
7 Cosmic Scourge 04:12
8 The Lurking Death 03:38
9 Ominous Retribution 04:04
10 Towards a Silent Grave 04:15
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