
© Sorrowful Land
Geschrieben von Marco Gräff
Band: Sorrowful Land
Album: Hiraeth
Genre: Death Doom Metal
Plattenfirma: Meuse Music Records
Veröffentlichung: 12.09.2025
„Was wirst du tun, wenn du erkennst, dass du die Zeit nicht mehr zurückdrehen kannst, um den Schaden, den du angerichtet hast, wiedergutzumachen? Würdest du ein Leben als Sklave wählen oder erbittert gegen alle Widrigkeiten kämpfen?“
Nur ein paar wenige Worte aus der Promo zum neuen und vierten Album des Death Doom Projekts SORROWFUL LAND. Interessante Frage. Interessante Gedanken. Fragen und Gedanken die, auch laut Promo, in den sieben Songs auf HIRAETH geantwortet werden (sollen). Der Mann hinter SORROWFUL LAND ist Max Molodtsov aus der Ukraine. Dass von dort dieser Tage keine fröhliche Musik zu erwarten ist, ist sicher keine Überraschung. In den knapp 50 Minuten der neuen Platte gibt es schwerfälligen Death Doom mit Anklängen an 90er Jahre Gothic Metal. Allerdings ohne den Kitschfaktor.
Schwere, drückende Riffs, tiefe Growls, die wenig variantenreich dargeboten werden. Die wenigen Clean Vocals stammen von einem Gastsänger. Grundsätzlich bietet HIRAETH alles was man von einem Album dieses Genre erwarten kann und darf. Melancholie? Reichlich vorhanden. Traurige Melodien? Auch check. Düstere, destruktive Stimmung? Aber Hallo! Wiedererkennungswert? Leider Nein!
Und da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Die ersten fünf Songs überzeugen so lange man sie hört. Länger nicht. Da hat nix Langzweitwert. Kennt man, schon hundertfach gehört. Dann ist da noch In times of endless nights. Vergleicht das mal mit No hope in sight von ‚Paradise Lost‘. Das klingt schon sehr ähnlich.
Aber es gibt ja noch die beiden Langläufer am Ende. The silent slumber und den Titelsong Hiraeth. Da bekommen SORROWFUL LAND gerade noch die Kurve, um nicht ganz in der Versenkung, sprich in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Zwei Songs, die hier wirklich hervorstechen. Nicht wegen ihrer Innovation. Aber weil es einfach großartige Death Doom Sonsg sind, die all das bieten, was solche Songs ausmachen. Vor allem die großartigen Riffs und traurigen Melodien gefallen hier sehr.
Zum Glück beginnt ja nun bald die passende Jahreszeit. Dann gönne ich mir ab und an mal The silent slumber oder widme mich mal dem Backkatalog. Schlecht sind SORROWFUL LAND mit Sicherheit nicht. Es braucht nur ein bisschen mehr, um aus den ganzen Epigonen von Bands wie ‚Paradies Lost‘, ‚Saturnus‘ und Co. hervorstechen. Ich bin mal guter Hoffnung.
von mir gibt es 7 von 10 Hellfire-Punkten
Tracks:
01 – The day ist past and gone
02 – Unreachable
03 – Dark trinity
04 – Astray
05 – In times of endless nights
06 – The silent slumber
07 – Hiraeth
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