
© Slomatics
Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Slomatics
Album: Atomicult
Genre: Doom Metal
Plattenfirma: Majestic Mountain Records
Veröffentlichung: 12.09.2025
Slomatics haben schon lange etwas erreicht, was eigentlich das Ziel jeder Band sein sollte: Man erkennt sie sofort, so stark ist ihre musikalische Identität. „Atomicult“ ist ein weiterer Beweis dafür. Das liegt einerseits an der Instrumentierung: Die Band verzichtet auf eine Bassgitarre und setzt stattdessen häufig auf synthetische Sounds. Andererseits liegt es an der Stimme – die gehört Marty Harvey, der auch trommelt, und sie hat einfach einen verdammt hohen Wiedererkennungswert. Nicht zuletzt liegt es am Songwriting: Die Riffs sind supersimpel, aber supereffektiv. Und zusammen mit Harveys melodischen Vocals und den Synths ergibt sich eine Atmosphäre, die man nicht nur sofort erkennt, sondern die einen geradezu aufsaugt – mich jedenfalls.
„Behold! The Sun, the moon, the stars, the sky“, shoutet Harvey eingangs des Openers. Dann kommt ein ultratiefes Riff und, schwuppdiwupp, ist man mittendrin in diesem Weltall-Doom, den niemand so heraufbeschwört wie Slomatics. Und wieder, wie zuvor schon oft, kommt mir der Gedanke: Wenn Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. „Bones“ McCoy eine Doom-Metal-Band gegründet hätten, dann wären Slomatics dabei rausgekommen. Ein Paradebeispiel dafür ist der – fantastische! – Refrain von „Auto-Skull„. In diesem Moment fühle ich mich so, als würde ich „into outer space“ katapultiert. Anders gesagt: Es ist einer der Momente, wegen denen man Musik hört. Und es ist nicht der letzte erinnerungswürdige Moment auf diesem hörenswerten Album.
Fazit: „Atomicult“ bestätigt eindrucksvoll, warum Slomatics längst ihren eigenen Platz im Doom-Universum haben. Wer sich auf die massiven Riffs und sphärischen Gesänge einlässt, wird mit Musik belohnt, die gleichermaßen erdrückt und erhebt. Und dafür gibt’s von mir 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracks:
01 Obey Capricorn 03:41
02 Phantom Castle Warning 03:29
03 Auto-Skull 04:57
04 Relics 02:50
05 Night Grief 04:31
06 Physical Witching 05:59
07 Chrome Sisters 04:07
08 Biclops 03:22
09 Summer Skeletons 01:03
10 To Ultramegaphonium 05:35









