Sleeping God – Zeit, Energie und Herz

© Sleeping God

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen.
Wir vom Hellfire Magazin bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit Janis von Sleeping God, die am 07. September ihre EP „Sad &Done“ veröffentlichen werden.

HF: Herzlichen Glückwunsch zu eurer EP. Da „Sad & Done“ der erste Release von Sleeping God ist, stellt euch doch bitte erst einmal als Band kurz vor.

Janis: Vielen Dank für die Blumen! Sleeping God, das sind Dennis (Gitarre & Vocals), Robin (Vocals), Heiko (Bass) und meine Wenigkeit, Janis (Schlagzeug). Heiko stieß erst im Sommer 2017 zu uns, nachdem wir uns von unserem vorherigen Bassisten getrennt hatten. Zu diesem Zeitpunkt spielte Heiko noch bei „Injustice System“, komplettierte dann aber zeitnah unser Quartett. Zu dieser Zeit war unser Debut bereits größtenteils im Kasten, jedoch wollten wir an einigen Stellschrauben drehen und ließen Heiko seinen eigenen Drive beisteuern.

HF: Ihr habt ja alle schon Erfahrung in anderen Bands gesammelt und seid teilweise auch neben Sleeping God noch musikalisch aktiv. Welcher musikalische Background und welche Einflüsse kommen bei euch zusammen und fließen in den Bandsound ein?

Janis: Bevor Dennis und ich zusammenkamen, um unser Projekt „Cassandra Calls“ zu gründen, spielte Dennis bereits bei „Ashes to Ember“. Heiko war Mitglied bei „Injustice System“ und Robin war Teil mehrerer Bands wie beispielsweise „We, Legion“. Dennis ist nebenher aktives Mitglied bei „Anni Hilation´s Arms“ und hat ein Solo-Projekt namens „Body in a Box“. Bei uns treffen vier musikalische Welten aufeinander, die oftmals Überschneidungen aufweisen, oftmals aber auch nicht gegensätzlicher sein könnten. Unsere Einflüsse reichen von „Max Raabe“ und „Casper“ über „Joy Division“ und „Drangsal“ bis hin zu „Der Weg einer Freiheit“, „Cabal“ oder auch „Fjørt“.

HF: Schubladen und Genre-Zwänge scheinen nicht euer Ding zu sein. Entsprechend habt ihr mit „Oh Fortune“ den wohl auffälligsten Song eurer EP als Single und somit quasi als Visitenkarte gewählt. Warum gerade diesen Song? Hattet ihr keine Sorge, dass er aufgrund seiner doch eher ungewöhnlichen Art, z.B. mit dem gesprochenen Intro, ggf. die Hörer davon abhält, sich den Song komplett anzuhören?

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Janis: Wir hatten zu keinem Zeitpunkt Bedenken, „Oh Fortune“ als unsere erste Single respektive unser Aushängeschild für die EP zu nehmen. Vielmehr repräsentiert der Song die Diversität, die sich in unseren persönlichen Musikgeschmäckern wie auch in unserem Songwriting wiederfindet. Das Denken in Schubladen und Stereotypen ist uns innerhalb und außerhalb der Musik zuwider. Darüber hinaus liegt dem Song ein sehr persönlicher Text zu Grunde, welcher sich im Aufbau der zunächst ungewöhnlich anmutenden Songstruktur widerspiegelt. Die Zuordnung zu einem spezifischen Genre überlassen wir gerne den Hörern. Das bisherige Feedback zeigt uns aber, dass gerade die Gegensätze innerhalb des Songs ansprechend und erfrischend wirken, obwohl sie sich fernab von typischen Songstrukturen bewegen.

HF: Wie läuft das eigentlich bei euch mit dem Songwriting? Gibt es da einen Hauptverantwortlichen oder ist das Teamarbeit? Geht ihr da konzentriert und geplant heran oder sammelt ihr eher „nebenbei“ Ideen für Lieder?

Janis: Bei uns beginnt vieles mit einer einfachen Idee bzw. einem einzelnen Riff. Durch vier unterschiedliche Meinungen findet sich dann in relativer Kürze ein gewisses Grundkonstrukt zusammen. An diesem Konstrukt werkeln wir, bis alle Vier mit dem Endprodukt zufrieden sind. Hierbei sind wir stets darauf bedacht, uns musikalisch weiterzuentwickeln und Genre-Schranken zu durchbrechen, damit der Stillstand nicht Einzug hält. Ferner soll der jeweilige Song perfekt zum Text passen, damit dessen zugrundeliegende Aussage ideal transponiert wird.

HF: Ihr habt euren Fans am 25.08. beim Laut&Lästig Festival schon vorab die Möglichkeit gegeben, sich die EP zu holen. Habt ihr da schon Feedback bekommen bzw. seid ihr ein bisschen nervös, wie die Reaktionen sein werden? Und wie geht es nach dem Release bei euch weiter?

Janis: Nervös sind wir in der Tat gar nicht. Vielmehr sind wir erleichtert, dass wir nun endlich unser Debut veröffentlichen können, um zu zeigen, woran wir schon so lange gearbeitet und gefeilt haben. Es ist immer ein besonderer Moment, etwas zu veröffentlichen, was viel Zeit, Energie und Herz innehat. Die bisherigen Reaktionen waren durchweg positiv. Darüber hinaus freuen wir uns auf die Meinungen der breiten Masse, positive wie auch negative. Ein Dankeschön geht an dieser Stelle raus an Michael von Dedication Records, der uns mit seiner Arbeit in der Vergangenheit unterstützt und dieses Release ermöglicht hat.
Neben der Fokussierung auf das Release haben wir schon seit geraumer Zeit an neuen Songs gearbeitet, welche sich auch in unser Live-Set geschlichen haben. Wir freuen uns auf das, was vor uns liegt und über alle, die diesen Weg mit uns gehen. Um mit einem Zitat von Nat King Cole zu schließen, „Kritiker kaufen keine Alben. Sie bekommen sie umsonst.“

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit eurer EP.

Interview: Katja Maeting

Weitere Infos:
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