
© Shadowborne
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Shadowborne
Album: Heaven’s Falling
Genre: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 19.06.2026
Für das hier vorliegende Album „Heaven’s Falling“ begeben wir uns nach Schweden, die dort beheimatete Formation SHADOWBOURNE hat ihr Debütalbum an den Start gebracht und ist bereit, die Metal Welt zu erobern. Über die Hintergründe der Band ist mir nichts bekannt, nicht einmal wann diese gegründet wurde. Zudem haben sich die Bandmitglieder Pseudonyme zugelegt, von daher kann ich auch zu eventuellen früheren Betätigungsfeldern nichts sagen. Zu den Texten heißt es, „Heaven’s Falling“ erkunde Themen wie Ehre, Exil, innere Konflikte und den Preis des Ehrgeizes.
Das atmosphärische Intro „Winter Is Coming (Heims Advenit)“ bereitet dann den Boden für „High And Low“, einem Uptempo Song mit dezenter Keyboard Untermalung, weiblichen Vocals und einem zuckersüßen, poppig anmutenden Refrain. Da muss ich mich erstmal vergewissern, ob ich nicht versehentlich ein vergessenes Battle Beast Album aufgelegt habe, zumindest sind die Similaritäten nicht zu übersehen bzw. zu überhören. Bei „Wolf And The Queen“ wird erstmal das Tempo gedrosselt und ein paar Elektro-Drums untergemischt, so dass der Metal Faktor auf ein sehr überschaubares Maß runtergeschraubt wird, zumal die Gitarren – mit Ausnahme des kurzen Solos – eher dezent im Mix verharren. Im Ergebnis macht dies eine sehr nah am Pop agierende, eingängige Nummer im Schonwaschgang.
Bei „Custodians“ fahren SHADOWBORNE dann mal ein wenig die Krallen aus, die Dynamik des Songs wird deutlich erhöht und auch die Gitarren kommen mehr zur Geltung. „Hold The Door“ knüpft wieder an den melodischen Aspekt des Album-Beginns an, wenngleich der Track mehr Ecken und Kanten sowie eine gewisse Aggressivität aufweist. „Heaven’s Falling (Dragons‘ Hymn)“ wirkt stilistisch wie ein Abziehbild vom zuvor gehörten „Wolf And The Queen“, während „Stranger To Myself“ und „The Wall“ mit ihren mitreißenden Melodien für reichlich Bewegung der Extremitäten sorgen dürften.
Auf „Raven“ bleibt stilistisch alles beim Bewährten, lediglich die im Gegensatz zum ohrwurmartigen Chorus ein wenig düsterer gehaltenen Strophen sorgen ansatzweise für Abwechslung. Da kaum ein Metal-Album ohne Ballade auskommt, haben SHADOWBORNE selbstredend mit „End Of The World“ ebenfalls ein solches Stück im Gepäck. Der Song betont einerseits die gefühlvolle Seite von Sängerin von Eira Shadowborne, sorgt beim Hörer aber ebenso für eine sich anbahnende Diabetes
Eines muss man den Schweden lassen, ein Gespür für großartige Melodien kann man ihnen nicht absprechen. Allerdings ist das Ganze aufgrund der Ähnlichkeiten zu den erwähnten skandinavischen Kollegen nicht gerade innovativ, zudem kommt hier und da ein Gefühl des Bereits-Kennens auf. Dennoch kann man als Melodic Metal Fan mit „Heaven’s Falling“ nichts falsch machen.
Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01 Winter Is Coming (Heims Advenit)
02 High And Low
03 Wolf And The Queen
04 Custodians
05 Hold The Door
06 Heaven’s Falling (Dragons‘ Hymn)
07 Stranger To Myself
08 The Wall
09 Raven
10 End Of The World
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