Shadow of Jupiter – Bones

© Shadow of Jupiter

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger  
Band: Shadow of Jupiter
Album: Bones 
Genre: Stoner / Doom Metal / Psychedelic Rock
Plattenfirma: Ripple Music 
Veröffentlichung: 10.07.2026

 

Vier Jungs aus Illinois, Chicago bringen ihr Folge Album „Bones“ drei Jahre nach ihrem Debut „Porta Coeli“ auf den Markt. Mit ihrer, sagen wir mal, nicht direkt festgelegten Stilrichtung, geben sie uns auch aktuell wieder einige Rätsel auf. Welches Genre erwartet uns hier? Um das herauszufinden, lauschen wir den musikalischen „Knochen“, die uns Scott Brakebill (b), Colin Peterson (g), Adam Kazragys (dr) und John Piotrowski (voc) vorwerfen.

Und der erste „Knochen“ lässt sich in 7:35 Minuten schwer einordnen. Ein wenig in den orientalischen Bereich driftend startet der Opener „Bones“, begleitet von kratzig, doomigen Gitarren. Einzelne Drumschläge wie beim Anrudern einer Galeere übernehmen den Rhythmus. Die Stoner Rock Voice von John wirkt trotz allem auflockernd. Erfüllt für mich bereits früh den Status eines „Killersongs“. Bestimmter, rockiger und schneller im Rhythmus geht „Whatever God you Fear“ in die Rille. Mit dem Solo wird hier eine schwere Metal Kost abgeliefert.

Was ich angedeutet hatte zu Beginn, zeichnet sich bei „Ugly on the Inside“ ab. Dritter Song und schon wieder ein anderes verarbeitetes Genre. Psychedelisch angehaucht, erheben sich Klänge aus dem Grunge Genre. Ideal gelöst. Einige Passagen erinnern mich an Jimi Hendrix, die ebenso schwerfälligen Heavy Blues vermitteln. Harte Riffs, die feurig die Rhythmik für sich vereinnahmen. 8 Minuten, die abwechselnd, aber nicht langatmig erscheinen. Direkt aus der Stoner Rock Ecke entspringt „Echo Chamber“. Was aus dieser „Echokammer“ ans Ohr dringt, sind schwere Riffs, die in ein flirrendes Solo wechseln. Dazu die gleichmäßigen Schläge an den Drums. 

„Rumblestrip“ könnte eine Fortsetzung des vorherigen Tracks sein, wäre da nicht die durchgehend fordernde Voice, die sich gegen die geile Basslinie gekonnt durchsetzt. Übrigens mein Geheimtipp des Albums, was die übrigen Tracks nicht schmälern soll. „Riot Dogs“ ist einer der Songs, der schon mit unheimlicher Klangstruktur einsetzt. Was ein megageiles Riff, das sich hier Gehör verschafft (Black Sabbath lässt grüßen). Geniale Tempi Wechsel, die sich alternierend in schleppender und aggressiver Tonkunst einfinden.  

Fazit: Ein Album, das sich zwischen den Genres scheinbar stets das richtige aussucht. So ist es kein Wunder, dass ihr zweites Album „Bones“ temperamentvoll in die Knochen geht. Weeeping Guitars, dumpfe Drums, darke Voice lassen jedem Song seine Eigenart. Ein neues, gutes Album, das seine Wartezeit wert war. 8,5 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

01- Bones
02- Whatever God you Fear
03- Ugly on the Inside
04- Echo Chamber
05- Rumblestrip
06- Riot Dogs
07- For Heaven Above  

 

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