
© Seven Metal Sins
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Seven Metal Sins
Album: Legacy Of Chaos
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 05.06.2026
SEVEN METAL SINS ist eine von den ehemaligen Manigance-Mitgliedern Stéphane Lacoude (Bass) und Patrick Soria (Schlagzeug) im Jahr 2024 gegründete Formation, die sich erst mit dem Beitritt von Gitarrist Antton Iriart, Sänger Claw-G. und Gitarrist Frédéric Auclerc zu einer vollwertigen Band entwickelte. Der mir vorliegende Longplayer „Legacy Of Chaos“ stellt das Debüt der Franzosen dar.
Nach dem teils gesprochenen, teils schwungvollen Intro legt „Scars Of Injustice“ mit ordentlich Dampf unterm Kessel los. Die Band bewegt sich irgendwo in der Schnittmenge aus klassischem Metal und Power Metal (mit Tendenz zu letzterem) und wird vom leicht rauen, markanten Gesang von Monsieur Claw-G angeführt. Zudem gehen die Hooks mit amtlicher Riff-Untermalung gut ins Ohr und dürften live für reichlich Bewegung im Publikum sorgen. Bei „No Sanctuary“ wirkt das Ganze ein Stück weit wilder, was ein wenig zu Lasten der Eingängigkeit geht. Nach einigen Anläufen weiß die Nummer dann aber doch zu gefallen
„Hypocrisy“ kommt mit reichlich Power in bester Brainstorm Manier daher, während „Eternal Downfall“ sich mit einem Wechsel aus speedigen Parts und etwas gedrosselten Momenten sowie einer unwiderstehlichen Melodielinie nachhaltig als Anspieltipp und Album-Highlight empfiehlt. „Feel The Steel“ erfüllt nicht nur vom Titel her sämtliche Klischees, auch musikalisch beinhaltet der Track sämtliche Trademarks des europäisch geprägten Power Metals. Das galoppierende „Wolves Of The Last Dawn“ kommt da vergleichsweise zurückgenommen daher, muss aber dank des ohrwurmartigen Refrains ebenfalls zu den Highlights gezählt werden.
„Beyond The Breaking Point“ ist ein eindringlicher Banger mit messerscharfen Riffs, die nachfolgenden „Sun Eaters“ und „Rise Of The Phoenix“ knüpfen stilistisch an das zuvor erwähnte „Hypocrisy“ an und unterstreichen den melodischen Ansatz der Band. Mit dem knapp sechseinhalbminütigen „King Of Sorrow“ legen SEVEN METAL SINS zum Abschluss noch einen weitestgehend getragenen, epischen Leckerbissen auf den Tisch, der die zuvor genannten Höhepunkte sogar noch toppt. Viel besser kann man ein Album kaum beenden.
Was SEVEN METAL SINS hier abliefern, ist schon großes Power Metal Kino, erst recht, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. In Teilen erinnert „Legacy Of Chaos“ an ihre Landsleute und Label-Kollegen Kingcrown, aber auch die erwähnten Brainstorm dürften sich als passende Referenz eignen. Den Namen SEVEN METAL SINS sollte man sich für die Zukunft auf jeden Fall merken.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- The Fall (Intro) – 0:57
- Scars Of Injustice – 4:35
- No Sanctuary – 4:22
- Hypocrisy – 4:07
- Eternal Downfall – 4:57
- Feel The Steel – 4:20
- Wolves Of The Last Dawn – 4:36
- Beyond The Breaking Point – 4:01
- Sun Eaters – 5:00
- Rise Of The Phoenix – 3:55
- King Of Sorrow – 6:25
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