
© Serpent Icon
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Serpent Icon
Album: Tombstone Stories (EP)
Genre: Melodic Death Metal
Plattenfirma: Self Release
Veröffentlichung: 06.03.2026
Es kann nicht schaden, wenn zum Einstieg in die große Metal Familie eine „EP“ als Vorreiter dient. So hält es das Trio aus NRW. Tobias Dahs (g), der zumindest im Studio ebenfalls den Bass bedient, Christian (voc) und Hartmut Stoof (dr) sind in der Szene keine unbekannten. Betrachtet man den Albumtitel, könnte man denken, es sei Westernmusik, wobei es sicher sehr extrem an diese Geschichte abgelehnt ist. Wyatt Earp, O.K. Corral als Stichworte. Im Übrigen leistet Tobias‘s Frau Jule in zwei Songs gesangliche Unterstützung.
Ein schöner Titel als Opener. „Circus of Mankind“ passt in die aktuelle Situation, die wir derzeit täglich via „News“ berichtet bekommen. Growlend, dunkel empfängt uns eine Voice, die schaurig als Intro dient. Ab da übernehmen riffiges Saitenspiel und knallige Drumschläge. „Ashes“ fällt gleich mit der Tür ins Haus. Rhythmisch brutal rammt sich der Sound wie ein geschleuderter Speer in unseren Gehörgang. Den Gegenpart zu Christian‘s unheilvoller voice übernimmt Jule Dahs, und sorgt so für den melancholischen „Touch“.
Extrem dunkel bis tiefschwarz rast der Titeltrack durch die Rille. „Tombstone Stories“ bekommt genau das Flair, was die Geschichte hergibt. „Death Metal at it‘s finest“, was zusätzlich durch die melodischen Gitarren eine besondere Faszination hervorruft. Ein Killersong ist für mich „The final Witness“. Kämpferisch prescht die Drums nach vorne, zieht die kurzgehaltenen Riffs mit sich, lässt eine Battle zwischen Gesang und Instrumenten entstehen. Wer behält hier die Oberhand? Ganz klar die Instrumente, die durch verdammt schnelle Double – Bass und exzellente Soli bestimmend wirken.
Nicht nur in „Ashes“, sondern auch im Schluss Track „Sirens and Sinners“ ist Jule‘s Voice nochmals zu hören. Dadurch entsteht in den 3:28 Minuten ein Nervenkitzel, der einen Fight zwischen „good“ and „bad“ aufkommen lässt.
Fazit: Wow, eine „Debut – EP“ die ordentlich Dampf ablässt. Melodischer Death Metal, der variantenreich hier für beste Unterhaltung sorgt. Reihenweise Riffs, knackige Rhythmen mit einer eindringlichen Stimme. Das Debut erhält 7 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01-Circus of Mankind
02-Ashes
03-Tombstone Stories
04-Final Witness
05-Sirens and Sinners
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