Serpent Gates – The Veil Of Darkness

© Serpent Gates

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Serpent Gates
Album: The Veil Of Darkness
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Inverse Records
Veröffentlichung: 20.02.2026

Mit SERPENT GATES tritt eine neue, aus Finnland stammende Band auf den Plan, die Klangwelten des traditionellen Heavy Metal zu bereichern. Viel mehr ist über die Truppe, die im Kern aus drei Instrumentalisten besteht, im weltweiten Netz nicht zu erfahren. Lediglich die Tatsache, dass „The Veil Of Darkness“ das Debüt der aus Tampere stammenden Formation darstellt, ist bekannt. Also lassen wir uns einfach mal überraschen.

Das Album startet mit „Metamorphosis“, und unmittelbar nach dem schwungvollen Einstieg und dem ersten Aufheulen der Sechssaitigen denke ich mir, was zur Air-Raid-Siren geht denn hier ab? Hat Bruce Dickinson heimlich still und leise eine neue Scheibe aufgenommen oder womöglich seine Archive durchforstet? Die Frage ist durchaus berechtigt, denn der für das Album hinzugezogene Antony Parviainen (ex-Machine Men) hat eine nicht zu ignorierende stimmliche Affinität zum Maiden Frontmann. Abgesehen davon klingt die Nummer – wie bereits angedeutet – wie ein tongewordener Blick in die glorreiche Vergangenheit, wenngleich die Produktion selbstredend moderne Standards erfüllt.

Eine ähnliche Hookdichte wie der Opener weist auch das nachfolgende „The Beast With Seven Heads“ auf, auch wenn der Song nicht durchgehend das Tempo seines Vorgängers mitgeht. Der Titeltrack kommt dann vergleichsweise träge und seinem Titel entsprechend etwas düsterer daher – zumindest in den Strophen, denn zum Refrain hin dreht das Teil dann ordentlich auf und verleiht dem Stück den nötigen Drive. „Night Creeper“ bringt nicht nur wieder mehr Elan in den Laden, auch kommt der Song ebenso leichtfüßig wie hymnisch daher, gerade hier sind die Maiden Verweise kaum zu ignorieren.

„Down The Cross“ schaltet dann in den Vollgasmodus und gibt den bis dato härtesten/schnellsten Track der Scheibe ab, auch wenn sich die Finnen im Chorus ein klein wenig zurücknehmen. „Sanctimonious“ ist mehr straighter Hard Rocker denn Metal-Abriss, punktet dafür aber mit seinem Gespür für Ohrwurm-Melodien, und der erste Teil des Solo-Parts ist pure Maiden-Nostalgie, dem sich dann ein wahres Gitarren-Feuerwerk anschließt. Für mich DAS Highlight des Albums.

„Nephilim“ knüpft an „Down The Cross“ an, verfügt aber im direkten Vergleich über die noch einen Tick ausgefeilteren Haken, wobei wir hier vom allerhöchsten Niveau reden. Mit „Black Clouds Rising“ folgt ein düsteres, knapp über eine Minute dauerndes Gitarren-Instrumental, gewissermaßen als Einleitung für „The Goblet Of Tears“. Dem Track selbst schwingt eine eher melancholische als dunkle Note mit, und so weiß die Nummer, die zum Gedenken an Jarno Parantainen (Machine Men) geschrieben wurde, dank seiner feinen Melodielinie auf Anhieb zu überzeugen.

Das finale „The Czar Will Fall“ (wem könnte dieser Song wohl gewidmet sein…) galoppiert nicht nur in bester Maiden Manier durchs Unterholz, sondern weist auch sonst alle songwriterischen Qualitäten der Eisernen Jungfrauen auf, wobei das Stück hier ehrlicherweise mehr Klasse hat als so mancher Track auf deren letztem Longplayer.

Ungeachtet der von mir getätigten Vergleiche haben SERPENT GATES mit ihrem Erstwerk „The Veil Of Darkness“ einen absoluten Volltreffer gelandet, den ich allen Anhängern des klassischen Edelstahls nur wärmstens empfehlen kann und der in der Jahresendabrechnung verdientermaßen einen der vorderen Plätze einnehmen dürfte!

Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Metamorphosis
  2. The Beast With Seven Heads
  3. The Veil Of Darkness
  4. Night Creeper
  5. Down The Cross
  6. Sanctimonious
  7. Nephilim
  8. Black Clouds Rising
  9. The Goblet Of Tears
  10. The Czar Will Fall

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