Scorpions „Coming Home – 60 Years Scorpions“ – Heinz Von Heiden Arena Hannover

Geschrieben von Frank Weichert  // Fotos Frank Weichert

Die Scorpions rufen zur großen Geburtstagsparty nach Hannover. Dieses einmalige Konzert stand unter dem Namen „Coming Home – 60 Jahre Scorpions“ und so pilgerte auch ich artig in die Heinz-Von-Heiden Arena in Hannover. Schließlich ist die Band daran „schuld“, dass ich diese Musik höre und bis heute meine absolute Lieblingsband ist.

Nachdem wir unsere Akkreditierung abgeholt hatten, mussten wir uns auch schon spurten um den Opener des Tages noch zu erwischen, Rosy Vista standen auf dem Programm.

 

Ich muss gestehen das ich mit dem Namen nichts anfangen konnte aber nach kurzer Recherche wusste ich warum diese All-Female-Band auf dem Billing stand. In genau dieser Band spielte die in der Zwischenzeit leider verstorbene Barbara Schenker, die Schwester von Rudolf und Michael Schenker. Und ich muss ehrlich sagen, die Ladies haben mir ganz gut gefallen.

Bildergalerie Rosy Vista

Als zweiter Künstler stand Bülent Ceylan & Band auf dem Programm. Er war richtig erfreut das er an diesem Tag spielen durfte und hat einen recht guten Auftritt abgeliefert. Was wirklich klasse war, und das ist halt Bülent Ceylan, seine Ansagen und Sprüche zwischen den Songs. Da lacht man selbst als Fotograf zwangsläufig mit. Comedy & Metal, ich finde es gut, wenn es auch an diesem Tag nicht so ganz ins Billing gepasst hat.

Bildergalerie Bülent Ceylan

Und dann ging der Abend richtig los, mit Alice Cooper und Band. Und das war wie erwartet ein geiler Gig. Was mir persönlich schon auf der letzten Tour sehr gut gefallen hat, dass die Show ein wenig in den Hintergrund gerückt ist und dafür die Musiker mehr „Freiheiten“ haben, und das war auf dieser Show auch wieder der Fall. Und Songs wie „Under My Wheels“, I´m Eighteen“, „Poison“ und natürlich das obligatorische „Schools Out“ taten  ihr übriges. Die Spielfreude war auch den Jungs und Nita auf der Bühne anzusehen, die hatten richtig Bock auf diese Show.

Bildergalerie Alice Cooper

 

 

 

Danach standen dann Judas Priest auf der Bühne und wir waren alle sehr gespannt? Die erste Überraschung war das Intro, „War Pigs“ von Black Sabbath“, da ja zeitgleich das Abschiedskonzert in Birmingham stattfand und man ja nicht auf zwei Hochzeiten tanzen kann. Um es vorweg zu nehmen, Rob Halford und seine Jungs haben die Messlatte des Abends verdammt hochgelegt. Die Setlist für diese Show war eine geile Sache, alleine 6 Songs aus dem Painkiller Album, inkl. des Titeltracks. Dazu noch Songs wie „Freewheel Burning“, „Living After Midnight“ und „You´ve Got Another Thing Comin´“ und es war einfach perfekt. Natürlich merkte man bei Rob Halford das Alter an, er wird ja schließlich dieses Jahr 74 Jahre, weswegen manche hohen Passagen etwas tiefer ausgefallen sind. Aber auch hier merkt man, dass die Jungs voll Bock auf diese Show hatten und den Fans was Besonderes bieten wollten. Und spätestens bei der Zugabe wurde das ersichtlich, als Rob mal wieder mit der Harley auf die Bühne kam.

Bildergalerie JudasPriest

 

 

Und dann war es soweit, mit 35 Minuten Verspätung zum offiziellen Zeitplan kamen die Scorpions auf die Bühne, und das mit einem ungewohnten aber perfekt passenden Titel, nämlich „Coming Home“. Tatsächlich war die Setlist etwas ungewöhnlich, aber nicht minder schlecht. Auch wenn Klaus Meine nicht in optimaler Verfassung nach seiner Rücken OP war und dem Alter entsprechend die Stimme auch hier und da nicht mehr die hohen Töne traf, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Den auch hier sah man deutlich, dass alle Bock auf diesen Abend hatten. Sound, Licht, Show, da war alles perfekt. Auch eine Aktion mit Leuchtarmbänder, die von der Produktion gesteuert wurden, und die jedem Besucher vor dem Konzert ausgehändigt wurden, machten klasse Effekte im Publikum. Songs wie „Loving You Sunday Morning“, „Big City Nights“ oder „Still Loving You“ durften natürlich nicht fehlen. Auch war „Wind Of Change“ dem aktuellen Weltgeschehen angepasst. Und so war dann mit „Blackout“ und „Rock You Like A Hurrican“ die Sause zu Ende.

Bildergalerie Scorpions

Wer kein Ticket mehr ergattern konnte oder aus sonstigen Gründen nicht dabei war, kann sich dann ab November das Spektakel auf DVD anschauen, den da kommt diese auf den Markt. Es war ein unvergesslicher Tag, der so in dieser Konstellation einmalig war und nie wieder stattfinden wird.

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