Geschrieben von Oliver Heberling
Artist: Scald
Album: Relics
Genre: Epic Doom
Plattenfirma: Cruz del Sur Music
Veröffentlichung: 04.09.2026
Nach ihrem Hammer-Debüt Will of gods is a great power und dem Tod von Sänger Agyl war lange nichts von SCALD zu hören. Bis sie vor fünf Jahren auf ihrer EP There flies our wail! zwei neue Tracks präsentierten und 2024 ein neues Album nachschoben. Nun folgt mit RELICS wieder eine EP.
Hrafn, neuer Sänger und auch Fronter von Vendel, macht seine Sache hervorragend und kann bereits beim Opener „Master of tundra“ seine und auch alle Stärken der russischen Epic Doomer ausspielen. Angefangen mit mystischem Intro schleppt sich der Song immer weiter Richtung Höhepunkt und entfaltet in seinen siebeneinhalb Minuten hinten raus seine ganze Macht. Mit „Ravens“ folgt dann auch gleich der erste von zwei absoluten Bangern von RELICS. Insbesondere sein mitreißender Refrain setzt sich nachhaltig fest. Auf das solide „Flame“, bei dem Hrafn auch mal zu ein paar Screams ausholt, folgt mit „Falcon“ dann ein Song, den der neue Sänger für seine vorherige Band Ross geschrieben hatte und den die Band als Bonus auch nochmal in russisch angefügt hat. „Falcon“ beziehungsweise „Sokol“ hat Hymnen-Charakter und fügt sich perfekt in den SCALD-Kanon ein.
Auch wenn SCALD hier keineswegs neue Songs liefern, sondern altes Material, das kurz nach dem Release von Will of gods… 1997 beziehungsweise bereits fünf Jahre früher für Ross geschrieben wurde, wirkt keines der Lieder wie Mottenkistenmaterial. Die Songs wurden in der Vergangenheit durch die Band auch schon gelegentlich bei Live-Auftritten zum besten gegeben und wurden nun als Fan-Service aufgenommen. Bleibt zu hoffen, dass der Promo-Waschzettel mit einem neuen Band-Kapitel, das durch RELICS angestoßen würde, nicht zu viel verspricht.
Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 – Master of tundra
02 – Ravens
03 – Flame
04 – Falcon
05 – Sokol
Weitere Infos:
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Cruz del Sur Music










