
© Saturna
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Saturna
Album: Light and Shadow
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Ripple Music / Spinda Records /Discos Marracas
Veröffentlichung: 17.09.2026
Spanien lässt wieder einmal aufhorchen. Die aus Barcelona stammende Formation „Saturna“ um James Vieco (voc,g), Max Eriksson (g), Rod Tirado (b) und Enric Verdaguer (dr) werfen ihr sechstes Album auf den Markt. Die 2010 gegründete Band thematisiert alltägliche Gegensätze, wie aus dem Albumtitel zu entnehmen ist. Hören wir uns diese „Dualität“ einmal an.
Der Opener „Unheard“ hat schon etwas Besonderes. Schwere Gitarrenrhythmik gepaart mit dem Flair des Stoner Rock. Treibende Drum, die sich trotzdem etwas zurückhaltend präsentieren. Klarer Gesang, der den klassischen Rock betont. Ein schönes Gitarren – Intro im Stil der „Dire Straits“ erwartet uns in „Falling Apart“. Scheut sich nicht melodische Strukturen des Südstaaten Rock mit einzubauen. Eine weitere Überraschung bietet der Titeltrack „Light and Shadow“. Das nächste Genre der Musikszene hält mit verdammt geilen bluesigen Elementen Einzug. Gemeint ist der Track „Abscense“. Die dunkle Basslinie zu Beginn des Songs lässt erahnen, dass wir uns psychedelische Ebene bewegen, was sich bei Minute 1:32 bestätigt. Faszinierend der Ausklang der letzten 30 Sekunden. Der Bass, leise im Background überlässt der Akustikgitarre das starke Finale.
Frischen Wind bringt „So long“ in die Rille. Rockiger als vorangegangene Tracks, mit dem Flair von „ZZ Tops“ Gitarrenspiel, und ein wenig „Ozzy“ in James‘ Voice. Da werden die Nackenmuskeln beansprucht, es bleibt kein Gelenk ruhig. Leider ist der Song zu kurz und setzt erst spät (3:40) zu einem starken Solo ein. „Self told Lies“ und „No Questions“ bringen klanglich die End 70ziger, Anfang 80er zurück. Das bedarf wirklich keiner Fragen. Bei all den harten Tönen erscheint „Opus One“ als instrumentales kurzes (1:21) Intermezzo. Feinste Akkustikgitarre zum „relaxen“, bevor uns „Up for the Ride“ mit einem „Lynyrd Skynyrd“ angelehnten Gitarrenspiel in die 70er versetzt.
„Drifting“ hebt sich wiederum etwas ab. Diese bluesige Ballade legt ihr Hauptaugenmerk auf gefühlvolles Saitenspiel. Generell wirkt der Song entspannt („America“ lässt grüßen), bringt nach „Opus One“ Romantik zurück. „Words of Doom“ beendet diese romantische Ader, ohne selbst in aggressive Tonlage zu verfallen. Düster und mit schwerer Rhythmik behaftet, scheinen sich Dämonen aus der Tiefe zu erheben. Wobei melodische Akzente hier nicht fehlen, was es zu einem Kunstwerk erhebt. Als sei es noch nicht genug, setzt bei 3:42 ein furioses Finale ein im Stoner – Rock Stil ein.
Den „Closer“ setzt „A strange Mix of Humans“. Eher nicht als Song zu bezeichnen, eher doch als eine Weisheit, die sich nicht nur auf Musik bezieht. Akustische Gitarre untermalt folgende Worte:..„There are things that happen in music, which only happen in mjusic. We try to make goodmusic, everyone of us, and a truly great band only happen by accident. Once in a while a strange mix of humans ,make a band, and for some reason it works perfectly, but we can‘t control it“.
Fazit: Ich möchte das Album mit einem musikalischen „Leipziger Allerlei“ bezeichnen. Diverse Genres finden hier Beachtung. Genres, die sich unterscheiden, sich aber hier zu einem erstaunlichen Gesamtkonzept einfinden. Beachtlich wie gelassen und doch bestimmend, fordernd ihr Sound klingt. Licht und Schatten ist hier nicht zu spüren.
8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01- Unheard
02- Falling Apart
03- Light and Shadow
04- Abscence
05- About You
06- So long
07- Self told Lies
08- No Questions
09- Opus One
10- Up for the Ride
11- Drifting
12- Words of Doom13- A Strange mix of Humans
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