
© Sainted Sinners
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Sainted Sinners
Album: High On Fire
Genre: Classic Rock
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 21.11.2025
„Gut Ding will Weile haben“ – dieses Sprichwort trifft perfekt auf das neue und fünfte Studioalbum „High On Fire“ der internationalen Classic-Rock-Gruppe SAINTED SINNERS zu. Nach fast drei Jahren Vorbereitungszeit kehrt die Band mit ihrer neuesten Songsammlung zurück, ganz nach ihrem Motto: Die Essenz des Rock’n’Roll. Neu mit an Bord der Allstar Truppe ist Bassist Samy Saemann (ex-Freedom Call), mit dem die Band einen noch kraftvolleren Sound weiterentwickeln konnte.
Nach einer etwas obskuren Einleitung versprüht der Einstieg „Crown Of Thorns“ reichlich Energie und klingt zunächst wie ein klassischer Rock Song mit 70er Jahre Bezug, doch spätestens ab der Bridge tendiert die Nummer vermehrt in Richtung Hard Rock, zu dem auch der Hammond-Orgel/Gitarren Solo-Part hervorragend passt. So etwas nennt man wohl einen coolen Einstieg! „Out Of The Blue“ kommt wesentlich leichtfüßiger und Party-kompatibler daher und klingt wie etwas aus der Sammy Hagar Ära Van Halen’s.
Während das entspannt rockende „Night After Night“ mit dezenter AOR Schlagseite daherkommt, hält bei „Sunshine“ der Funk Einzug und macht damit den schwedischen Kollegen Electric Boys reichlich Konkurrenz. Die feine Ballade „Empty Day Of Wonder“ hätte genauso gut von Frank Panés Hauptband Bonfire stammen können. „World’s On Fire“ und „Down In A Hole“ sind gefällige Rock Songs, die eher durch einen gewissen Groove und leichten Melodien denn mit fetten Riffs glänzen.
„Hide In The Dark“ überrascht mit einer kurzen Streicher Eröffnung und wirkt auch sonst leicht verspielt, man könnte glatt meinen, dass es sich hier um eine vergessene Song-Idee von Queen aus den 70er Jahren handelt. Auf „Sweet Sweet Addiction“ wird wieder deutlich mehr gerockt – spontan fallen mir Kingdom Come als Vergleich ein – und gehört nicht nur deshalb zu den Highlights des Albums. Der düstere Schlusspunkt „Lost In A Storm“ klingt wie eine bluesgetränkte Mischung aus Led Zeppelin und Black Sabbath und ist ebenfalls ein willkommener Farbtupfer in der Tracklist. Als Bonus gibt es auf der CD eine Cover Version des The Who Klassikers „Who Are You“ zu bewundern, und das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen, auch wenn natürlich nicht die Genialität des Originals erreicht wird.
„High On Fire“ liefert genau das, was man erwarten durfte: ein klassisches Rock Album ohne Schnörkel und Firlefanz, nur pures Rock’n Roll Feeling, eingespielt von erfahrenen Musikern und stimmlich dargeboten von einem glänzend aufgelegten Jack Meille (Tygers Of Pan Tang). Rocker Herz, was willst du mehr!
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Crown Of Thorns
- Out Of The Blue
- Night After Night
- Sunshine
- Empty Days Of Wonder
- World’s On Fire
- Down In A Hole
- Hide In The Dark
- Sweet Sweet Addiction
- Lost In A Storm
- Who Are You (The Who Cover)
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