Rough Grind – Neverending Night

© Rough Grind

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Rough Grind
Album: Neverending Night
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Inverse Records
Veröffentlichung: 11.06.2026

Die heutige Hartwurst-Exkursion führt uns nach Finnland zu den Hard Rockern ROUGH GRIND. Die Band hat seit ihrer Gründung im Jahr 2011 bereits zwei Longplayer sowie drei EP’s veröffentlicht, wobei das letzte musikalische Lebenszeichen auch schon vier Jahre zurückliegt. Nun aber kehren die Skandinavier mit ihrer neuen Scheibe „Neverending Night“ zurück.

Der Einstieg von „Waiting For The Night To Be Over“ fällt für eine Band dieses Genres relativ verhalten aus, erst allmählich nimmt der Song Fahrt auf, wobei sich das Ganze letztlich als packender Midtempo Rocker mit leichtfüßiger Hookline entpuppt, erst gegen Ende des Stücks geht es dann etwas mehr zur Sache. Vielleicht nicht unbedingt das was ich erwartet habe, aber dennoch ein gelungener Auftakt. „The Great Divide“ erhöht die Intensität nur um Nuancen und erschafft seine Magie eher durch einen linearen Aufbau und stetigem Druck als durch bloße Geschwindigkeit. Bei „Shotgun Bride“ halten dann die Keyboards Einzug, was den Track neben der ohnehin weicheren Melodieführung zusätzlich eine leichte Pop Note verleiht – zumindest, wenn man den leicht rauen Gesang außen vorlässt.

„All The Time“ bringt dann einen Wandel im Sound mit sich, der Song entpuppt sich als schwerfällig-dreckiger, getragener Rock-Bastard, den man sich womöglich auch von Ozzy hätte vorstellen können. „Ocean Of Dying Dreams“ bringt dann wieder Schwung in den Laden, der beschwingte Rocker, der zum Chorus hin sogar noch zulegt, gehört ohne Frage zu den Highlights des Albums. Der Beginn von „Crazy Rodeo“ sowie wiederholt im weiteren Verlauf klingt nicht von ungefähr nach Western-Soundtrack, abgesehen davon weist der Song ähnlich-radiofreundliche Merkmale auf wie „Shotgun Bride“.

„Shining Scar“ gaukelt zunächst noch einen düstern Swing vor, bevor die Nummer dann doch noch Fahrt aufnimmt, wobei die Dynamik immer wieder durch etwas gesetztere Momente durchbrochen wird. „Quietus“ ist dann die obligatorische Ballade, die gänzlich auf E-Gitarren verzichtet und ihre besondere Atmosphäre aus dem gelungenen Zusammenspiel von Gesang und Keyboard schöpft. Das finale „Everything Must End“ übernimmt die Stimmung seines Vorgängers und erweist sich ebenfalls als balladesker Track, wenngleich hier Drums und Gitarren wieder Einzug halten. Ein guter Abschluss des Songreigens, wenngleich ich nicht unbedingt zwei ähnlich angelegte Songs hintereinander gepackt hätte.

ROUGH GRIND bezeichnen ihre Musik als „Dark Roasted Rock“, und ich denke damit liegen sie nicht gänzlich falsch, auch wenn die Melodieführung des Gros ihrer Songs gar nicht so „dunkel“ ausgefallen ist. Manche Titel gehen sofort ins Ohr, andere wiederum benötigen mehrere Anläufe, aber unterm Strich ein starkes Album der Nordlichter!

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Waiting For The Night To Be Over
  2. The Great Divide
  3. Shotgun Bride
  4. All The Time
  5. Ocean Of Dying Dreams
  6. Crazy Rodeo
  7. Shining Scar
  8. Quietus
  9. Everything Must End

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