
© Rotting Demise
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Rotting Demise
Album: The Unholy Veil Of Silence
Genre: Death- / Blackened Death Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 04.10.2025
Es ist immer wieder schön, die Entwicklung einer Band zu sehen. Schon „Casket Birth“ markierte 2019 einen gelungenen Start, und mit dem Debütalbum „My Whole Wrath“ legten die tödlich-teuflischen Ruhrpott-Musiker von Rotting Demise ein starkes Old-School-Death-Metal-Statement hin. Zweieinhalb Jahre später melden sich Damian und Co. in leicht veränderter Besetzung. mit „The Unholy Veil Of Silence“ zurück und zeigen eindrucksvoll, dass sie den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen.
Das Artwork verströmt einen coolen 90er-Vibe und weckt Erinnerungen an Witchburner , und genau diesen Spirit fängt auch die Musik perfekt ein. Der Sound bleibt oldschoolig, doch diesmal weht ein deutlich stärkerer schwarzer Wind durch das Material. Rotting Demise haben ihren Death Metal mit einer ordentlichen Portion Black-Metal-Gift versetzt. Songs wie der Titeltrack, „Valak Regnat“ oder das rasende „Lucifer’s Dawn“ profitieren davon enorm, giftig, bissig und voller infernalischer Energie.
Besonders gelungen ist die Dynamik. Zwischen zähflüssiger Lava und wütender Raserei wechselt das Album ständig die Schlagrichtung, was „The Unholy Veil Of Silence“ enorm lebendig macht. Akustische Einwürfe und kurze Lichtblicke, etwa im fast strahlenden „Monument Without Fears“, setzen feine Akzente, und auch die Soli zeigen, dass hier nicht nur rohe Gewalt regiert, sondern echtes Handwerk am Werk ist. Viel zu meckern gibt’s kaum. Klar, an manchen Stellen dürften die Songs etwas direkter auf den Punkt kommen. Doch Tracks wie „God’s Falling Kingdom“ , „The Devil’s Verdict“ oder der fiese Nackenbrecher „Nailed And Forgotten“ bügeln das locker aus. Hier wird Gift gespuckt, hier regiert Wut, hier brennt die Hölle.
Zum Abschluss sorgt das würdige Atrium Noctis-Cover „In Memoriam Moriendi“ noch einmal für Gänsehaut, ein runder, starker Schlussakkord für ein Album, das Death und Black Metal gekonnt vereint.
Rotting Demise liefern mit „The Unholy Veil Of Silence“ einen verdammt starken Zweitling ab , düster, dynamisch und höllisch unterhaltsam. From the very depth of hell, genau so muss Black’n’Death Metal 2025 klingen! Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Judgement‘s Processions
02 God‘s Falling Kingdom
03 The Unholy Veil Of Silence
04 The Devil‘s Verdict
05 Death Hunts Us All
06 Monument Without Fears
07 Nailed And Forgotten
08 Valak Regnat
09 Lucifer‘s Dawn
10 Remembrance Of The Dead
11 In Memoriam Moriendi
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