
© Rival Cults
Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Rival Cults
Album: Our Gods Need Blood
Genre: Gothic Rock
Plattenfirma: Seeing Red Records
Veröffentlichung: 22.05.2026
Wirbel auf dem Tomtom, eine betont starre Bassline, zarte E‑Gitarren – darüber ein düsterer deutschsprachiger Spoken-Word-Part. Plötzlich bricht der Song los – und mit ihm alle Dämme: Mit ihrem zweiten Album holen mich die Gothic-Rocker Rival Cults von der ersten Sekunde an ab. Und sie lassen mich die nächsten knapp 40 Minuten nicht mehr los.
Auf den eröffnenden Sofortrausch „Under Flesh“ folgen mit „Dripping With Divinity“, „Victoria“ und dem Titelstück drei Songs mit so unüberhörbaren Single-Qualitäten, dass sie in den frühen 2000er-Jahren auf Viva2 hätten rauf und runter laufen können. Man weiß gar nicht so recht, wie einem geschieht in diesem dreiköpfigen Reigen aus Hooks und augenblicklich einprägsamen Gesangslinien.
Trotz dieses fulminanten Auftakts kann man Rival Cults nicht den Vorwurf machen, sie hätten ihr Album „front-loaded“, also das beste Material an den Anfang gepackt. In der Tat hat „Our Gods Need Blood“ noch einiges zu bieten: „Specimen“ ist nicht nur eine stillere Verschnaufpause, sondern vielleicht der eingängigste Song des Albums überhaupt; „Last Sunset“ ist der wohl dramatischste; und sämtliche anderen gehen zumindest richtig gut ab.
Fazit: In „Our Gods Need Blood“ steckt so viel substanzieller Saft, dass ich das Ding einfach immer wieder hören kann – und will. Dafür gibt’s 9 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracks:
01 Under Flesh 02:20
02 Dripping with Divinity 04:13
03 Victoria 03:14
04 Our Gods Need Blood 03:26
05 Specimen 06:08
06 Lust 03:05
07 Bleed with Me 03:07
08 Bleeding Out 03:51
9 Last Sunset 04:46
10 Roadside Cross 04:26
















