
© Rise of the Northstar
Geschrieben von: Tim Braff
Band: Rise of the Northstar
Album: Chapter 4: Red Falcon Super Battle! Neo Paris War!!
Genre: Rap-Metal, Hardcore-Rap, Crossover-Metal
Plattenfirma: Kuromaku Corp
Veröffentlichung: 14.11.2025
Rise of the Northstar ist einer der aktuell größten Bands aus unserem Nachbarland Frankreich. Die Pariser Band bestehend aus Victor „Vithia“ Leroy (Sänger), Brice „Eva-B“ Gauthier (Leadgitarre), Erwan „Air One“ Menez (Rhythmusgitarre), Alexis „Yoru“ Lieu (Bass) und Kevin „Phantom“ Foley (Drums) verbindet in ihrem Sound Rap, Hardcore, Metalcore und Thrash-Elemente.
Mit „Chapter 4“ veröffentlicht die Band nun ihr viertes Studioalbum und setzt dabei auf mehr Groove, mehr Rap-Metal und mehr Aggressionen als je zuvor.
Ein Teil des Albums entstand in Marseille zusammen mit Florent Salfati, dem Sänger von Landmvrks, und genau das hört man auch in der Kompromisslosigkeit des Sounds, der aber dennoch eine gute klangliche Produktion erfahren hat.
„Chapter 4“ hat zwar den sperrigsten Albumnamen, den ich seit langem gelesen habe, aber dafür ist das Album umso fokussierter und präziser. Das Album verbindet den Vibe von Nu-Metal, die technische Vielfältigkeit von Thrash und den Schlag-ins-Gesicht vom Hardcore, den man aus den 90ern kennt. Ebenso die französische „Street-Credibility“ macht sich in der Lässigkeit bemerkbar.
Ich muss trotz all dem sagen, dass mir die ersten 4 Tracks nicht so sehr gefallen haben, was für mich nur durch das Fehlen des gewissen Etwas‘ erklärbar ist. Die Songstruktur hat sich nicht grundlegend im Album verändert, aber ich fand diese Songs dem restlichen Album unterlegen.
Die „Rettung“ war womöglich „Back 2 Basics“ mit Florent Salfati von Landmvrks, der ja sowieso eine der besten Stimmen aktuell im Metal ist. Der Song ist auch gleichzeitig meine Auswahl für den besten Song des Albums. Florent Salfati überzeugt mit starken Vocals und Rise of the Northstar haut alles raus, was sie auf Lager haben, insbesondere beim Rap.
„Chapter 4“ profitiert im Allgemeinen davon, dass dieser Crossover-Stil, den sie machen, eher selten heutzutage noch vorkommt. Dadurch wirkt das Album generell einfach anders zu dem, was als ähnlich betrachtet wird. Unterschätzt sind dabei die HipHop-Elemente auf „Chapter 4“, da die DJ-Scratches es schaffen, den heftigen Sound optimal abzurunden und noch mehr Härte reinzubringen.
Das Album lädt dazu ein, es sich mehrfach anzuhören. Einerseits durch die vielschichtige Produktion, die den fetten Sound immer wieder wie neu klingen lässt und andererseits dadurch, dass das Album wie ein Konzeptalbum wirkt durch verschiedene Interludes/Intros etc und kohärente Songfolge. Sowas finde ich immer gut, wenn es durchdacht ist.
Fazit: Rise of the Northstar bringt mit „Chapter 4“ eine insgesamt ordentliche Platte auf den Markt, die ihre Höhen und auch Tiefen hat. Die Zusammenarbeit mit Florent Salfati kann man als geglückt betrachten. Unterhaltsam ist das Album allemal!
7,5 von 10 Hellfire-Punkten!
Tracklist:
01 Turbo-Intro
02 Payback
03 Neo-Paris
04 Falcon
05 Back 2 Basics
06 Under
07 Pressure
08 Nemesis
09 A.I.R. Max
10 Solitary Homeboy
11 No Turning Back
12 Desolation Hawk
13 75 Outro
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