Redaktions-Quick 5: Bei Jenny(a) würde sich Helene Fischer gut im Portfolio machen!

 

Keine Band, kein Plattenlabel oder Veranstalter. Nein… heute stellen sich unsere Teammitglieder dem Quick5-Interview. Frank hat das Hellfire-Küken und Fotograben-Kollegin mit Fragen bombardiert und halbe Romane als Antworten bekommen. Man könnte meinen sie schreibt gerne Rezensionen, oder? Falsch. Es stellt sich nur heraus, dass es am Ende des Jahres viel zu erzählen gibt, oder nahezu immer. 

Frank: So, meine liebe Jenny, (Anmerkung: Jenna! :P) Du bist ja sozusagen meine „Grabenkollegin“… Dann fange ich auch gleich mal mit der ersten Frage an. Da Du ja als Konzertfotografin fast nur im metallischen Bereich unterwegs bist, würdest Du wenn Dich eine Freundin bitten würde, ein Konzert von Helene Fischer fotografieren, da sie nicht kann und wie würdest Du Dich darauf vorbereiten? 

Jenna: Wir haben uns leider noch nicht im Graben getroffen. Komm Mal in den Norden, Frank! Danach gehen wir in den Irish Pub 😉 Zurück zu deiner Frage… Dann haust Du auch noch gleich Helene Fischer raus, haha. Man sagt ja immer Just For Fun: “Zu Helene Fischer bekommst Du mich niemals.” Tatsächlich kann ich mit ihrer Musik auch absolut nichts anfangen, aber neben der Musik ist ihre Show mega abwechslungsreich und sehr spannend zu fotografieren. Ich würde es definitiv tun. Zum Glück ist man beim Fotografieren eher so in der Arbeit versunken, dass man die Musik nicht ganz mitverfolgt und die Hörschützer fangen auch noch Mal Einiges auf 😉 Helene Fischer macht sich für das eigene Portfolio in DE sicherlich auch sehr gut. Meine Vorbereitung? Ich muss mir manchmal ihre Show anschauen, da mein Vater sie gern mag, also kann ich mir ungefähr vorstellen, was da so abgehen würde. Sonst verlasse ich mich einfach auf mein Bauchgefühl. 

 

Frank: Und noch was zur Konzertfotografie, jeder hat ja unterschiedliche Antrieb. Was reizt Dich an der Konzertfotografie? Eher das Du bekannten Künstlern näher bist, das Du Deine Idole so nah vor Dir hast oder was sonst? 

Jenna: Da habe ich irgendwie mehrere Gründe parat. Fotografie und Musik begleiten mich seit meiner Kindheit. Ich selber bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen und mache auch Musik. Die Kamera, damals noch von meinem Vater bedient, war auch immer dabei. Es wurden dann einfach zwei Leidenschaften von mir kombiniert. Dann natürlich auch die Herausforderung dabei – Konzertfotografie gehört immer noch zu den Königsdiziplinen der Fotografie. Damals dachte ich: wenn Du das kannst, kannst Du Alles. 

Natürlich liebe ich Konzerte/Festivals (als Studentin konnte man sich nicht unbedingt alle Konzerte leisten, umso cooler war es dass man einen Job in der Branche nachgeht und gleichzeitig das Konzert umsonst mitnehmen konnte), das Feeling, die Künstler vor mir, für sie Alles festzuhalten, was sie da fabrizieren und erleben. Als Künstler auf der Bühne sieht man sich selbst leider nicht und mir macht es einfach mega Spaß, diese Momente für sie einzufangen und dann Feedback von ihnen zu erhalten. Ob da jetzt unbekannte oder bekannte Bands dabei sind, ist mir eigentlich egal. Es gibt auch so viele kleine Bands, die teilweise mehr rocken, als der große und berühmte Headliner. Auch die Besucher und Fans gehören dazu. Ihre Geschichten sind mega interessant. Das alles mitzunehmen, ist ein Erlebnis für sich. Auch das Spontane bei der Konzertfotografie reizt mich sehr. Da ist nichts gestellt. Man fängt die Szene so ein, wie sie ist und kein Bild ist gleich. 

Zu guter Letzt: Musik verbindet. Man lernt neue Menschen kennen, man lernt sogar seine Stadt besser kennen, oder neue Städte, baut Beziehungen auf und nach jedem Konzert verlässt man das Venue mit einer neuen Geschichte oder Erfahrung, die man beim Kaffeklatsch oder einer netten Trinkrunde mit Freunden erzählen kann. Ich merke immer wieder, wie viel ich einfach immer zu erzählen habe, wenn ich deswegen befragt werde. Passierte schon öfter, dass ich dann einen ganzen Abend lang die Runde am Tisch unterhalte und die Anderen nicht zu Wort kommen (wollen).

 

Frank: Jeder von uns hat ja so olle Kamellen im Plattenregal stehen, sozusagen Jugendsünden. Zu meiner Zeit war das u.a. Modern Talking, jeder hatte es, aber keiner hat es offiziell zugegeben. Welches sind Deine 3 peinlichsten Platten die Du in der Sammlung stehen hast? 

Jenna: Modern Talking… Ist das so schlimm? Ich kenne wohl nur ein Lied und das läuft ständig auf irgendwelchen Partys. Ich werde dich deshalb nicht verurteilen, haha. 😉

Aber so wirklich peinlich ist mir glaube ich keine Platte, die ich besitze. Zumindest gibt es Keine, die ich JETZT vor Anderen verstecken würde. Aber zu meiner Zeit war es auch noch so, dass man sich selbst CD´s gebrannt hat. Da waren teilweise echt viele schlimme Lieder drauf. Die CD´s hießen dann: Jennifers Summer Hits, Jennifers Sad Songs, Top Pop Songs usw. Man hat sogar seinem Schwarm peinliche Liebeslieder CD´s geschenkt, damit dieser den Wink mit dem Zaunpfahl versteht. Wahrscheinlich war es so schrecklich, dass deshalb nichts draus geworden ist 😉  

Aber zurück zu deiner Frage: Hier sind die drei Künstler/Alben, die mir doch damals Bauchschmerzen bereitet haben. 

Ein Treffen mit der damaligen großen Liebe hat es nie gegeben, aber dafür trifft man auf der Arbeit schon Mal den älteren Bruder – Nick Carter – Backstreet Boys;)

Aaron Carter – Ich weiß nicht mehr wie das Album/die Alben hießen. Jedenfalls war er meine erste große Liebe. Ich wollte sogar damals zum Tigerenten Club, als er dort bei der Show eingeladen wurde. (Ich muss da auch 5-6 Jahre gewesen sein?) Heute frage ich mich nur noch: Wie konnte ich das Gut finden? Steht aber auch nicht mehr in meinem Regal, fällt mir auf. Aber ich erinnere mich gut an diese CD und meine vielen Tränen, dass ich ihn nie gesehen habe. 😉

Kelly Family. – Es ist mir nie peinlich gewesen, aber in meinen Teeniezeiten habe ich die CD´s immer versteckt, weil es mir dann doch unangenehm war, dass ich sie noch höre, obwohl sie nicht mehr auftraten. Früher als sie mega berühmt waren, war es so: Entweder man hat sie geliebt oder man hat sie gehasst. Aber Jeder kannte sie. Ich bin mit ihnen groß geworden. Mein erstes Konzert (ich war vier Jahre alt) waren Kelly Family… Als sie sich aufgelöst hatten, hatte ich mit 13/14 nochmal so eine Kelly Family Phase und mir dann alle CD´s selber gekauft. Rauf und runter gehört. Songs auf Gitarre gelernt und auf jeder Familienfeier mit meiner Schwester vorgespielt. Es war so ein Klassiker bei uns in der Familie und den Feiern. In der Schule hatte ich sie ständig auf Discman gehört und man hat mich deshalb auch teilweise gehänselt. Manchmal war es nicht mehr witzig, weil für mich Musik irgendwie immer eine andere Bedeutung hatte, als bei meinen Mitschülern. Deshalb hab ich die CD´s dann immer versteckt, wenn ich Besuch von der Schule bekam. 

Und zum Schluss: Tokio Hotel – hier ist es ähnlich wie bei den Kelly Family. Entweder man hat sie geliebt oder man hat sie gehasst. Ich gehörte zur Sorte: Ich liebte sie. Heute finde ich eigentlich nur noch den damaligen Hype um sie peinlich und wie besessen man von ihnen war. Manchmal höre ich mir aber noch ihre Songs an und finde sie noch immer ganz ok. Aber mein Musikgeschmack hat sich deutlich verändert. Trotzdem versteckt man sie doch lieber vor dem Besuch der Metal-Fans 😉 

 

Frank: Du bist ja Baujahr 1992, also noch sehr jung. Du hast zwar schon sehr viele Bands fotografiert. Wenn Du jetzt aber in der Zeit reisen könntest, welche 3 Bands würdest Du gerne fotografieren? 

Jenna: Definitiv Linkin Park – eine Band bei der ich immer Pech hatte, wenn es darum ging sie Live zu sehen, dabei gehören sie zu meinen Lieblingen. Und ja, als ich dann endlich soweit war, um sie fotografieren zu können, passierte natürlich das Unglück mit Chester… Einfach mega viel Pech. 

Dave Grohl - Foo Fighters

Dave Grohl – Foo Fighters

Nirvana – Diese Band sollte man Mal fotografiert haben! Und gehört quasi ins Portfolio, wenn man die Chance hatte. Gut, einen Teil der Band habe ich bereits fotografiert. Dave Grohl, der ehemalige Drummer und nun Sänger/Gitarrist bei Foo Fighters. 

Und dann geht es in eine ganz andere Richtung und ins goldene Zeitalter: Und zwar zu Beethoven und Mozart. Ich stelle mir das tatsächlich ganz anders und historisch vor. Ich liebe historische Zeiten, das wäre mega spannend und geht auch schon in die Richtung der Fotografie, die ich gerne neben der Konzertfotografie betreibe – FineArt. Wobei mich ein Ausflug ins Mittelalter auch interessieren würde, aber da kann ich jetzt keine “Musikernamen” nennen. Es kann ein Dorffest sein, oder ein Musiker auf dem Königshof. 😉 

FRANK: Welche 3 Alben würden Dein Leben am besten beschreiben?

Jenna: Mcfly – Radio:Active und Motion in The Ocean – nichts geht ohne meine Lieblingsband. Die beiden Alben fielen mir bei der Frage als Erstes ein. Die Musik von ihnen war immer da. An besonders schönen, langweiligen und traurigen Tagen. Das Album Radio:Active war sogar meine Inspiration für mein eigenes Musik-Magazin. 

Linkin Park – Hybrid Theory – Linkin Park war mein Tor zur Rock und Metalwelt und all ihre Texte haben mich bestimmt zu bestimmten Zeitpunkten tief berührt und bewegt. Ihre Songs verwende ich auch meistens, wenn ich Kurzfilme schneide, einfach weil ihre Musik als Soundtracks perfekt sind, so auch für mein Leben 😉 


Interview: Frank

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.