Red Mess – High-Tech Starvation

© Red Mess

Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Red Mess
Album: High-Tech Starvation
Genre: Stoner Rock
Plattenfirma: Noisolution
Veröffentlichung: 01.08.2025

Red Mess liefern mit „High-Tech Starvation“ einen weiteren Beweis, dass sie es drauf haben, saftige Riffs mit Biss zu servieren. Und das durchaus geschliffener als bisher. Denn Album Nummer drei der Band aus Brasilien wirkt strukturierter, zielgerichteter – aber trotzdem nicht gezähmt.

Was durchaus geblieben ist, ist die animalische Angriffslust, mit der das Trio zu Werke geht. Die Riffs wühlen, die Drums keilen, und Frontmann Thiago Franzim schleudert seine Gesangslinien mit ungebrochener Inbrunst in den Äther. Der Mann hat nach wie vor ein Organ, das gekonnt zwischen rauer Direktheit und melodischem Gespür pendelt.

Ein Fortschritt ist die Produktion: Das Album klingt druckvoller als seine Vorgänger, ohne groß an Wärme zu verlieren. Gerade der Mix überzeugt mit Klarheit und Transparenz – jedes Instrument ist zu jeder Zeit präsent. Wer sich vom Covermotiv schon mal symbolisch anknabbern lässt, wird ahnen: Dieses Album hat Zähne.

Wie schon „Breathtaker“ ist auch „High-Tech Starvation“ ein kurzweiliges Hörvergnügen mit viel Spielfreude. Was dem Album jedoch erneut fehlt, ist ein echter Hit. Ein Song, der sich sofort im Hirn festsetzt, den man live mitgrölen will – „Xenon“ ist unglaublich catchy, nur ist die Nummer schwer mitsingbar, da rein instrumental.

Anyway, für ein klug produziertes Stück Riffrock mit viel Herzblut gibt’s von mir 7,5 von 10 Hellfire-Punkten.

Tracks:
01 Huntress 4:53
02 Inexistent Color 4:45
03 Ransomware 4:55
04 Intravenous 5:28
05 Xenon 2:16
06 Kind Villain 4:12
07 Uncanny Valley 4:51

Weitere Infos:
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