Ralf Niemiec: Heavy Ost – Ein Roadtrip durch die Geschichte der (Sub) Kultur in Sachsen-Anhalt von 1983-1994

© I.C.H. Verlag

 

Geschrieben von Jörg Schnebele
Buchtitel: Heavy Ost – Ein Roadtrip durch die Geschichte der (Sub) Kultur in Sachsen-Anhalt von 1983-1994
Autor: Ralf Niemiec
Genre: Biographie
Verlag: I.C.H. Verlag
Veröffentlichung: 30.04.2025
ISBN Nummer: 978-3949234545            

 

Als ich eine Kurzinfo zu diesem Buch las, war mein Interesse sofort geweckt. Als „Nicht-Ossi“ sind Informationen, was vor dem Mauerfall in Sachen Heavy Metal in der damaligen DDR passierte, von größtem Interesse für mich.
Damit stehe ich offensichtlich nicht alleine da, denn neben Büchern werden auch mehr und mehr Album Veröffentlichungen dieser Zeit neu herausgebracht.

Ralf Niemiec, der in Mücheln/Geiseltal in Sachsen-Anhalt beheimatet war, hat im 9000 Einwohner Nest schon auf Grund seiner Größe, nicht unbedingt im Schmelztiegel des Heavy Metals gelebt.
Ralf folgte in seiner Jugend dem inneren Drang, die geliebte Musik in sich aufzusaugen, zu recherchieren, Konzerte zu besuchen und auch vor der Wende über den eisernen Vorhang zu schauen, um zu sehen, was im Westen an harter Mucke angeboten wurde.
Bis dahin deckt sich Leben des Teenagers durchaus auch mit meinem (ich stamme zwar aus einer 25000 Einwohner Stadt, aber musikalisch war es für mich auch eher ein sozialer Brennpunkt), wie auch vielen anderen.

Der Autor hat viele Dinge zusammengetragen, die unbedingt in einem Buch zusammengefasst werden mussten: Musikvorlieben, der Austausch mit Freunden, Konzertkarten, Fotos und jede Menge Anekdoten. Dazu gehörten auch viele handschriftliche Notizen, die in „Heavy Ost“ übernommen wurden.
Leider sind es gerade diese Sammlungen, die das Lesen des Buches etwas beschwerlich machen.
Als jemand, der nicht in der DDR aufgewachsen ist, geschweige denn in Mücheln, reißt hier immer wieder der rote Faden ab.
Nachvollziehen kann ich den Abdruck dieser Notizen aber dennoch: schließlich sind diese mit jeder Menge Erinnerungen verbunden. Also, ein zweischneidiges Schwert.

Für „Außenstehende“, und damit meine ich nicht nur „Wessis“, sondern auch Leute, die in anderen Gegenden der DDR aufgewachsen sind, wird „Heavy Ost“ nicht unbedingt der Burner sein.
Für all die Leute, die im Umfeld von Ralf Niemiec gelebt haben, ist das Buch durchaus eine interessante Geschichte.

 

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