Quick5 Interview mit Roxeria: Ein mutiger Schritt nach vorne

© Rexoria

English version below

Mit dem Hellfire Quick 5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von wenigen Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Vor kurzem haben wir euch das neue Album „Fallen Dimension“ der schwedischen Melodic Metaller REXORIA vorgestellt (Review HIER), welches nach Meinung des Rezensenten schon jetzt zu den Highlights des Jahres gezählt werden darf. Grund genug um Frontfrau Frida Ohlin (FO) ein paar Infos zu entlocken…

 

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu eurem saustarken neuen Album! Auch wenn dies bereits euer vierter Longplayer ist, gibt es sicherlich noch den einen oder anderen Leser, der euch noch nicht auf dem Schirm hat. Kannst du uns einen kurzen Abriss der Band-Geschichte von REXORIA insbesondere mit Blick auf eure Einflüsse geben?

FO: Vielen lieben Dank, dass euch das Album so gut gefällt! Das bedeutet uns wirklich sehr viel! Nun, wir begannen im Jahr 2016 – bestehend aus mir, Jonas (Leadgitarre) und Martin (Schlagzeug) –, weil wir eine Band gründen wollten, deren Musik sich für uns wirklich so anfühlte, als wäre es etwas, das wir auch selbst gerne hören würden. Nachdem wir uns auf die Suche nach einem weiteren Gitarristen gemacht hatten, stießen wir auf Cristofer; und wir spürten auf Anhieb, dass er perfekt in die Band passen würde. Wir verstanden uns auf Anhieb hervorragend mit ihm und hatten das Gefühl, dass er eine absolute Bereicherung für uns ist.

Da wir jedoch in einem extrem kleinen Dorf in Schweden leben, gelang es uns zunächst nicht, einen Bassisten zu finden. Also machten wir trotzdem weiter und behalfen uns mit Bass-Spuren aus dem Playback. Doch nun haben wir endlich unseren Bassisten Adam gefunden – und wir sind überglücklich, endlich eine komplette, fünfköpfige Band zu sein!

Unsere Einflüsse … Haha, das ist gar nicht so leicht zu beschreiben. Ich selbst komme eher aus dem Pop- und Musical-Bereich, während Jonas sich von Bands wie Iron Maiden und Judas Priest inspirieren lässt – aber auch von härteren Klängen wie etwa Watain. Doch gerade durch diese Mischung – meine eigenen Einflüsse reichen schließlich von Janis Joplin über Lady Gaga und Doro bis hin zu Bette Midler – haben wir das Gefühl, mit unserem Sound etwas absolut Einzigartiges geschaffen zu haben.

 

Mit “Fallen Dimension” veröffentlicht ihr einen exzellenten Nachfolger von “Imperial Dawn. Gibt es Dinge, die ihr diesmal bewusst anders gemacht oder weiterentwickelt habt oder war die Herangehensweise eigentlich wie immer? Und was genau hat es mit dem „mutigen Schritt nach vorn“ auf sich, der in der Promo erwähnt wird?

FO: Ja, wir wollten uns wirklich auf ein neues Level heben und – vielleicht sogar noch mehr als zuvor – wahrhaftig unseren eigenen Sound finden. Früher haben wir manchmal zu sehr auf Leute gehört, die uns sagten: „Ihr solltet dies tun“ oder „Ihr solltet jenes tun“. Doch mit diesem Album wollten wir einfach genau die Musik erschaffen, die sich für uns richtig anfühlte.

Und ich glaube, genau das bedeutet dieser „mutige Schritt nach vorn“: Denn dieses Mal haben wir auf niemanden außer auf uns selbst gehört. Und das Endergebnis ist zu 100 % REXORIA.

 

Ihr habt auf euch auf „Dominion“ und „Heart Of Sorrow“ für ein Duett mit Mike Andersson (Tungsten) bzw. Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell) entschieden Wie kamen Duette zustande? Musstes ihr viel Überzeugungsarbeit leisten? Und gibt es womöglich Wunschpartner für künftige Kooperationen?

FO: Tatsächlich haben wir „Heart of Sorrow“ noch vor allen anderen Songs geschrieben. Und wir waren der Meinung, dass eine so emotionale Power-Ballade über Herzschmerz als Duett angelegt sein sollte. Also kontaktierten wir Johnny, und er war von der Idee begeistert. Da er jedoch viel auf Tour ist, dauerte es eine Weile, bis wir das Projekt umsetzen konnten. Doch als wir schließlich die Aufnahmen von ihm erhielten, war es Gänsehaut pur! In diesem Moment wussten wir einfach: Das war genau die richtige Entscheidung.

Was Mikes Beteiligung an „Dominion“ betrifft: Mir ging eine Melodie durch den Kopf, die ich an Jonas schickte; daraufhin entwickelte er dieses wuchtige Riff. Ich hatte das Gefühl, der Song verströme eine gewisse, von Sabaton inspirierte Atmosphäre – inklusive cooler männlicher Backing-Vocals. Da ich nicht glaubte, diese musikalische Schwere allein tragen zu können, wollte ich auch diesen Titel als Duett gestalten. Also wandten wir uns an Mike – einen guten Freund von uns –, dem der Song auf Anhieb gefiel, sodass er sofort zusagte. Schon wenige Tage später erhielten wir sämtliche Aufnahmen und Harmoniestimmen zurück und dachten uns: Ja, genau das hat dieser Song gebraucht!

 

Wenn meine Informationen stimmen, existieren REXORIA seit zehn Jahre. Was würdet ihr als eure bisherigen Highlights / Tiefpunkte sehen und gibt es womöglich einen Moment / Anekdote, an die ihr immer wieder gerne zurückdenkt?

FO: Ja, das ist richtig. Auch wenn wir die zwei bis drei Jahre, in denen die Welt wegen Covid stillstand, fast gar nicht mitzählen möchten. Aber natürlich gab es auch Tiefpunkte … Besonders als Covid zuschlug und wir gerade erst unser Album „Ice Breaker“ veröffentlicht hatten. Wir schafften es gerade einmal, zwei Konzerte zu spielen, bevor alles geschlossen wurde. Das fühlte sich für uns alle wirklich wie ein sehr harter Moment an.

Doch als sich schließlich alles wieder zu öffnen begann, durften wir beim Sweden Rock Festival 2024 auftreten. Und das ist eine der schönsten Erinnerungen unseres Lebens! Tausende von Menschen vor der Bühne zu sehen – wie sie mitsingen, klatschen, tanzen und jubeln … Das ist eine Erinnerung, die wir für immer in unseren Herzen tragen werden!

 

Schaut man auf eure Webseite, sind da derzeit keine Tourdaten vorhanden. Kommt da noch was oder was ist der Grund für eure „Zurückhaltung“ auf dem Live-Sektor?

FO: Haha, ja, ich weiß – es sieht im Moment noch etwas leer aus… Aber wir haben tatsächlich einen Festivalauftritt beim Eden Rock Festival in Uppsala, Schweden, am 25. Juli, und außerdem steht die größte Tour an, die wir je gespielt haben. Diese wurde allerdings noch nicht angekündigt.

Also an alle, die schon warten und REXORIA unbedingt live sehen wollen: Bleibt über unsere Social-Media-Kanäle und unsere Website auf dem Laufenden! Denn es steht etwas Großes bevor!

 

Ein paar letzte Worte an unsere Leser?

FO: Selbstverständlich möchten wir all euren Lesern unsere herzlichsten Grüße übermitteln – und wir hoffen, dass sie uns auf den sozialen Medien folgen und dem REXORIA-Imperium beitreten werden! Denn ohne euch alle wären wir nichts. Gemeinsam mit euch bauen wir das Imperium auf, und diese wunderbare und aufregende Reise ist etwas, das wir alle gemeinsam genießen können!

Interview: Klaus S.

Mehr Infos:

WEBSITE
FACEBOOK
INSTAGRAM
YOUTUBE

© Rexoria

English Version:

Hellfire Quick 5 interviews try to gather a lot of interesting information within the narrow frame of five questions and five answers. Sometimes a query may be divided into two or three partial questions. It’s up to the musicians to answer short, longer or excessively.

We recently introduced you to Fallen Dimension, the new album by the Swedish melodic metal band REXORIA (review HERE), an album which, in the reviewer’s opinion, can already be counted among the highlights of the year. Reason enough to coax a few details out of frontwoman Frida Ohlin…

 

First of all, congratulations on your killer new album! Even though this is already your fourth full-length release, there are certainly still a few readers out there who haven’t got you on their radar yet. Could you give us a brief overview of REXORIA’s band history—specifically with regard to your influences?

FO: Thank you so much for enjoying the album! It truly means a lot! Well, we started out in 2016 with me, Jonas (lead guitar) and Martin (drums), because we wanted to create a band with music that truly felt like something we ourselves would listen to. After looking for another guitarist, we found Cristofer, and right away we felt he would fit perfectly in the band. We connected really well with him and felt he was a great match for us.

But since we are living in an extremely small village in Sweden, we could not find a bass player. So we moved forward anyway, using bass on backing tracks. But now we have finally found our bassist Adam, and we are so happy to finally be a complete five-piece band!

Our influences… Haha, that is hard to describe. I come from more of a pop and musical background, while Jonas is inspired by bands like Iron Maiden and Judas Priest, but also heavier stuff like Watain. But with my influences coming from everything between Janis Joplin, Lady Gaga, Doro and Bette Midler, we feel that we have found something totally unique in our sound.


With “Fallen Dimension”, you have released an excellent successor to “Imperial Dawn”. Are there things you consciously did differently or further developed this time around, or was your approach essentially business as usual? And what exactly is the story behind the „bold step forward“ mentioned in the promotional material?

FO: Yes, we really wanted to push ourselves to a new level and maybe even more than before truly find our own sound. Earlier, we sometimes listened too much to people telling us “you should do this” or “you should do that”. But with this album, we just wanted to create the music that felt right for us.

And I think that is what the “bold step forward” really means, because this time around, we did not listen to anyone but ourselves. And the end result is 100% REXORIA.

 

On “Dominion” and “Heart of Sorrow”, you opted for duets featuring Mike Andersson (Tungsten) and Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell), respectively. How did these duets come about? Did you have to do much convincing? And are there perhaps any dream partners you have in mind for future collaborations?

FO: We actually wrote Heart of Sorrow before any of the other songs. And we felt that such an emotional power ballad about heartbreak should be a duet. So we contacted Johnny, and he loved the idea. But since he tours a lot, it took a while to make it happen. But in the end, when we got the tracks from him, it was goosebumps all the way! So we just knew it was the right call.

Regarding Mike on Dominion: I got a melody in my head and sent it to Jonas, and he came up with this heavy riff. And I felt it had somewhat of a Sabaton-inspired vibe with some cool male backing vocals. Since I did not feel I could bring that heaviness alone, I wanted it to become a duet. So we contacted Mike, who is a friend of ours, and he liked the song and wanted to join right away. Within just a few days, we got all the tracks and harmonies back, and felt: yes, this is exactly what this song needed!

 

If my information is correct, Rexoria has been around for ten years. What would you consider your highlights and low points so far, and is there perhaps a specific moment or anecdote that you particularly enjoy looking back on?

FO: Yes, that is correct. Even if we almost do not want to count the 2–3 years when the world was shut down because of Covid. But of course, there have been low points… Especially when Covid hit and we had just released our album Ice Breaker. We only managed to play two shows before everything shut down. That truly felt like a very hard moment for all of us.

But when everything finally started opening again, we got to play at Sweden Rock Festival 2024. And that is one of the best memories of our lives! To see thousands of people standing behind the stage, singing, clapping, dancing and screaming… It is a memory we will carry in our hearts forever!

 

Looking at your website, there are currently no tour dates listed. Is something still in the works, or what is the reason for your „restraint“ in the live sector?

FO: Haha, yes, I know, it looks a bit empty right now… But we do have a festival appearance at Eden Rock Festival in Uppsala, Sweden, on July 25, and we also have the biggest tour we have ever done coming up. But it has not been announced yet.

So to everyone waiting and wanting to see REXORIA live, stay updated on our social media and website. Because something big is about to happen!

 

A few final words for our readers?

FO: Of course we want to send our warmest regards to all your readers, and we hope they will follow us on social media and join the REXORIA Empire! Because without all of you:  we are nothing. It is together with you that we build the Empire, and this wonderful and exciting journey is something for all of us to enjoy together!

Interview: Klaus S.

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.