
© Pelegrin
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Pelegrin
Album: The Curse of Nephtar
Genre: Psychedelic / Heavy Metal
Plattenfirma: Ripple Music
Veröffentlichung: 04.09.2026
Aus Frankreich erreicht uns ein Album des Trios „Pelegrin“. Ihr Debut hatten sie 2019 mit dem Album „Al-Mahruqa“. Vier Jahre später folgte „Ways of Avicenna“. Aktuell legen uns François Roze (g,voc), Jason Recoing (b, effects) und Antoine Ebel (perc, dr) mit ihrem neuen Label „Ripple Music“ ein neues Werk vor. Wie es sich anhört, werden wir nun einmal prüfen.
Mit dem Opener „Eons“ (Weltalter oder Ewigkeit) werden wir mit einer beruhigenden sprachlichen Info in den Song begleitet. Recht apokalyptische Atmosphäre (..“come close and listen to the tale of glory, glory gone wrong, so wrong„…“where heaven becomes hell„). Sehr bedrückend, wenn man dazu noch diese sich wiederholende Rhythmik der Instrumente berücksichtigt.
Bei „Sun and Blood“ ist ein gelungener Mix von abendländlichen und morgenländlichen Klängen, die hier durch die Gitarre (2:40) hervorgehoben werden, eine treibende Kraft des Songs. Bewusster wird es Dir gleich zu Beginn von „In the Company of Stars“. Orientalische Gesangseinlagen (4:16) kombiniert mit dem gleichbleibendem Rhythmus der Gitarre, melancholische Voice, dem doch recht schleppendem Takt, klingen wie ein Klagelied. Ein Klagelied mit viel psychedelischen Elementen, die gar nicht verstörend wirken.
„Drawn to Nephtar“ und „Plenty“ driften melodisch teils in die Doomszene, teils in den Stoner – Rock ab. Den „Pfiff“ dabei verleiht die schwingende, melancholische Voice. „Plenty“ kann noch mit einem rhythmischen Wechsel aufwarten.
Voller Melancholie und begegnet uns „The Price to pay“, was sich nicht nur durch die instrumentelle Darbietung in den Vordergrund stellt. Stimmlich ein Wandel zwischen „Gelassenheit“ und „Belastung“. Unterstützt durch den wiedereinsetzenden orientalischen Einfluss (4:17). Mit dem „longrun“ „Break the Omen“ (9:36) endet die Scheibe. Hier ziehen die Jungs noch einmal alle Register ihres Könnens. Weeping Guitars, beinahe „grungeartige“ Gesangsstrukturen, klare Basslinie und bestechende Soli (3:34). Bis 7:45 erleben wir ein virtuoses Spiel mit rezitativer Sprachkultur. Ab da werden wir äußerst melancholisch bis zum Ende begleitet.
Fazit: Ein faszinierendes Album, das mit rockig, harten Riffs in einer Kombination von fernöstlichen Melodien einen Blick in ein zukünftiges Weltalter offenbart. Etwas hypnotisches, etwas Psychedelisches und bestimmende starke Hooks vom Opener bis zum letzten Track lassen uns mit epischen Klängen in fremde Galaxien entschweben. Ein Album am Puls der Zeit. Chapeau mes amis! 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01- Eons
02- Sun and Blood
03- In the Company of Stars
04- Drawn to Nephtar
05- Plenty
06- The price to pay
07- Break the Omen
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