
© Ov Sulfur
Geschrieben von: Lukas Potthoff
Band: Ov Sulfur
Album: Endless
Genre: Symphonic Deathcore
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 16.01.2026
Mit Beginn des Jahres 2026 veröffentlichen Ov Sulfur aus Las Vegas, Nevada Album Nummer 2. Da die Band erst seit 2021 besteht, ist das durchaus ordentlich. Hier treffen vokale Finesse und technische Perfektion aufeinander.
Ov Sulfur täuschen uns im Ersten Song “Endless//Godless” erst einmal. Die Olympiade der harten Gesangstechniken, die uns verwöhnt macht zwar Spaß, bereitet uns aber nicht auf den Genuss des nächsten Songs “… Seed” vor, in dem sich technisch saubere clean Vocals dazu gesellen. Damit rechnet man nicht und nach dem ersten Brett kann sich unsere Nacken Muskulatur etwas entspannen.
Wie beschreibt man Ov Sulfur für Menschen, die entweder das Genre oder die Band nicht kennen? Nun: Graf Dracula und das Cookie Monster haben jetzt dicke tiefe E-Gitarren, während ein Mathematik Professor am Schlagzeug sitzt. Ich gebe zu, ein sehr seltsames Bild, aber ich empfehle jedem hier mal reinzuhören. Lasst euch überraschen und ihr werdet es nicht bereuen. Dann wird man auch meinen Vergleich verstehen. Die symphonischen Elemente, die auch schon Erfolgsformel bei Lorna Shore waren sind mehr als gut platziert. Zudem wirken die clean Vocals zwischen dem Instrumentengewitter passend und nicht de-platziert. Für Szene Kenner würde ich sagen, Ov Sulfur liefern eine angenehme Mischung aus Sleep Token und Chelsea Grin.
“Endless” selbst wäre auch ohne die Features ausgekommen, doch wirken sie nicht forciert und sind im Endeffekt ein nettes Gimmick.
Klare Hörempfehlung. 9 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01 Endless//Godless
02 … Seed
03 Forlorn
04 Vast Eternal
05 Wither
06 Evermore
07 Dread ( feat. Josh Davies & Ingested)
08 Bleak (feat. Johnny Ciardullo & Carcossa)
09 A World Away (feat. Alan Grnja & Distant)
10 Endless//Loveless
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