Oslo Tapes – Låst Comet

© Oslo Tapes

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Oslo Tapes  
Album: Låst Comet
Genre: Avantgard Rock 
Plattenfirma: Worst Bassist Records (LP), Grazil Records (CD/Tape), Golden Robot Records (DGT)
Veröffentlichung: 14.11.2025

 

„Oslo Tapes“, eine Band, die man zumindest nach dem Namen nach Skandinavien einordnen möchte, Doch bis auf Emilie Lium Vordal (voc), kommen die übrigen Mitglieder Davide De Virgilio (dr,perc), Mauro Spada (b) Lucio Piccirilli und Marco Campitelli (voc) aus Italien. Eine Konstellation, die aufregendes verspricht. Was diesen letzten Komet betrifft, werden wir sicherlich in den gut 46 Minuten miterleben dürfen, wohin uns die Reise führt. Was man erwähnen sollte, ist die unterschiedliche Veröffentlichung durch drei Labels. Worst Bassist Records übernehmen das Release für die Grazil Records zeichnet für den runden Silberling verantwortlich, und Golden Robot Records lässt den digitalen Bereich in seiner Verantwortung. Eine besondere Delikatesse oder gilt hier: viele Köche verderben den Brei?

Da ist zunächst der Opener „Inhuman witch“. Wir werden hier mit einer schleppenden, rituellen Atmosphäre empfangen. Gehauchte Voices, die uns Emilie und Marco präsentieren. Geheimnisvoll, als seien die Geräusche des herannahenden Kometen schon zu spüren. Dazu die galaktisch anmutenden instrumentellen Töne der Drum, die die Einschläge symbolisieren sollen. Schon mal ein interessanter Einstieg in das Album.

Dem schließt sich „Annalemma“ in unveränderter Art an, bevor „Pyramide Shape“ einen gemischten Soundeffekt aus martialischen und orbitalen Klängen einbringt. Was mich dazu veranlasste, einmal in ihre bisherigen Scheiben reinzuhören. Aber auch hier haben sie thematisch orbitalem gewidmet („Space is the place“ oder „Cosmonaut“). Das sie aber auch anders können, zeigt „Bizarr“. Eher ungewöhnlich und sehr eigenwillig die Klangstruktur, die sich sehr dem psychedelischen zuwendet, und den Eindruck hinterlässt, als sei man „weit weg“. Hier ziehe ich den Vergleich zu der verdammt avantgardistischen Kölner Band „Can“.

„Quasistar“ unterzieht sich total dem mystisch, psychedelischen Genre. Eine schwebende Struktur, die sich scheinbar über dem irdischen befindet, und sich in einem astralen Raum bewegt. Was der Folgetrack „Astral Path“ vollstens bestätigt. Als sei dies bisher lediglich ein Traum gewesen, so erklingt „Lazarus Awaking“. Im Gegensatz zum Titel („Lazarus erwacht“) klingt es doch sehr nach Abschied (..“now i know i belong to the darkness.. i`m losing myself..if my brother comes, tell him that i’m gone„..). Theatralisch gehalten, jedoch nicht so wie es Texte von „Mayhem“ offerieren.

Fazit: Soll man sagen, es ist schwere Kost, oder darf man es als esoterische Klangwelt bewerten? Jedenfalls sind die Songs von „Oslo Tapes“ auf dieser Scheibe zwischen den Welten angesiedelt. Wobei ich es eher den esoterischen Bereichen zuordnen möchte, weil es so hypnotisch erscheint. Und es verwundert, wie hier diverse Genres miteinander vereinbart werden.
Meine Bewertung für diese orbitale Reise sind 8 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

01-Inhuman witch
02-Analemma
03-Pyramide Shape
04-In Deep
05-Tribe Telepathy
06-Transpace
07-Bizarr
08-Quasistar
09-Astral Path
10-Lazarus Awaking

 

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