
© OMEGA
Geschrieben von : Tim Karow
Band: OMEGA
Album: World Of Pain
Genre : Groove- / Trash Metal
Plattenfirma : Independent
Veröffentlichung : 25.04.2025
Wenn Köln und Siegen musikalisch gemeinsame Sache machen, wird es offenbar richtig ungemütlich und verdammt groovig. OMEGA haben mit “World Of Pain” ein Debüt hingelegt, das nicht lange fackelt. Hier geht’s nicht um komplexe Konzeptalben oder verkopfte Strukturen, sondern um puren, schnörkellosen Groove/Thrash, der sofort in die Glieder fährt.
“Fight” macht den Anfang und klingt wie eine Mischung aus einem Vorschlaghammer und einer Abrissbirne. Knurrige Riffs, prägnante Shouts und ein Groove, der den Moshpit schon vor Augen entstehen lässt. “War War” legt das Tempo leicht an, ohne die Wucht zu verlieren, und lebt von diesem oldschool Thrash-Flair, das unweigerlich a die goldenen 90er erinnert. “Hate” punktet mit stampfendem Midtempo, knackigen Breaks und einer Hook, die live garantiert zu brüllenden Fäusten in der Luft führt. Mit “Falling” zeigen OMEGA, dass sie nicht nur Dauerfeuer können, hier mischt sich ein leicht melancholischer Unterton in die Riffs, ohne den Druck zu mindern. “Alone”zieht das Tempo wieder an und liefert eine amtliche Dosis Circle-Pit-taugliche Energie. Der Titelsong “World Of Pain”ist ein echtes Highlight: fett produziert, mit Riffs, die tief hängen und dennoch messerscharf schneiden.“Red Tide”bringt eine fast schon doomige Schwere ins Spiel, bevor “Doomsday”das Album mit einer kompromisslosen Abrissbirne beendet, straight, brutal, kein Platz für Balladenkitsch.
Klanglich ist “World Of Pain” erfreulich roh, aber druckvoll. Die Gitarren sitzen schön fett im Mix, der Bass knurrt dezent, und das Schlagzeug hat diesen trockenen, fast live-mäßigen Punch, der modernen Produktionen oft fehlt. Perfekt für die Zielgruppe: ehrlicher, wuchtiger Metal, der ohne Umwege vom Ohr direkt in den Nacken geht.
OMEGA liefern ein Debüt ab, das kein Gramm Fett zu viel hat, aber jede Menge Muskelmasse. Wer auf kernigen Groove/Thrash mit ordentlich Pit-Potenzial steht, sollte hier sofort reinhören und am besten gleich Platz im Kalender für ein Live-Date freihalten. Ich vergebe den Kölschen Jecken 8,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Fight
02 War War
03 Hate
04 Falling
05 Alone
06 World of Pain
07 Red Tide
08 Doomsday
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