Oak Coffin – The Obsidian Ritual

© Oak Coffin

 

Geschrieben von: Tim Karow
Band: Oak Coffin
Album: The Obsidian Ritual
Genre: Black Metal
Plattenfirma: Iron Blood and Death Productions
Veröffentlichung: 12.09.2025

 

Mit „The Obsidian Ritual“ legen OAK COFFIN aus New Jersey ihr Debütalbum vor , ein Werk, das sich an der Schnittstelle von okkultem Black Metal und morbidem Death Metal entfaltet. Das Duo God Vomit (Vocals, Spells) und Lacrimator (Guitars), unterstützt von Multiinstrumentalist Bill „Ashk’Ente“ Henderson, erschafft einen rituellen Klangraum, der gleichermaßen roh wie atmosphärisch wirkt. Das Cover von Alvaro Valverde bereitet dabei die perfekte visuelle Folie für ein Album, das von düsteren Symbolen, magischen Praktiken und archaischen Beschwörungen durchzogen ist.

Track-by-Track

My Fire
Schon der Opener lodert wie eine schwarze Fackel.  Harsche Gitarrenwände, ein beinahe ritueller Rhythmus und vokale Beschwörungen, die sich ins Hirn brennen. Ein Einstieg, der keine Gefangenen macht.

I Am the Ruler of This Earth 
Hier dominiert Hybris pur. Stampfende Death-Riffs treffen auf höhnische Black-Metal-Shouts. Die Nummer fühlt sich an wie eine satanische Proklamation – majestätisch, aber dennoch voller Dreck und Schärfe.

Catoptromancy 
Mystisch und okkult: Der Song beschwört Spiegelmagie und entfaltet sich mit einer bedrohlichen, fast hypnotischen Atmosphäre. Gitarrenlinien, die wie schneidendes Glas wirken, verleihen dem Track eine unheilvolle Note.

…An Offering 
Der erste Höhepunkt des Albums. Langsamer aufgebaut, von einem rituellen Grundton getragen, steigert sich das Stück zu einer kathartischen Raserei. Perfekt für all jene, die den sakralen Touch im Black/Death Metal suchen.

The Witch’s Amulet 
Eine Mischung aus Raserei und düsterer Melodik. Der Song wirkt wie ein finsterer Talisman, der sich mit jedem Riff tiefer in den Hörer einbrennt. Besonders die dynamische Gitarrenarbeit bleibt hängen.

Darkness Implacable 
Ein Interlude voller Drone-artiger Finsternis. Kaum eine Minute lang, aber wie ein schwarzer Atemzug zwischen zwei Ritualen.

Journey to a Ruined Temple 
Episch und erzählerisch: Hier begeben wir uns in eine zerfallene Kultstätte. Der Song ist mitreissend, fast schon cineastisch, und einer der atmosphärisch dichtesten des Albums.

Whip Strikes Skin 
Aggressiv, schmerzvoll, unbarmherzig. Blastbeats peitschen durch den Raum, während God Vomits Vocals wie ein sadistisches Ritual wirken. Sicher einer der brutalsten Tracks des Albums.

Where Spirits Merge 
Ein kurzer, aber intensiver Übergang, fast schon ambient-lastig, mit geisterhaften Klängen und ritueller Percussion. Ein Moment der Entrückung vor dem finalen Schlag.

The Obsidian Ritual 
Der Titeltrack bündelt alles, rohe Gewalt, okkultes Flair und einen hymnischen Abgesang auf das Irdische. Ein kraftvolles Finale, das den Hörer in absolute Schwärze entlässt.

„The Obsidian Ritual“ ist ein kompromissloses Debüt, das Oak Coffin als ernstzunehmende Größe im Black/Death-Underground positioniert. Zwischen ritueller Atmosphäre und brutaler Direktheit gelingt es der Band, eine dichte, bedrohliche Aura zu schaffen, die Fans von Beherit, Archgoat oder frühen Belphegor sofort abholen dürfte.
Anspieltipps: …An Offering, Journey to a Ruined Temple, The Obsidian Ritual.
Ich vergebe 7 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Tracklist:

01 My Fire 
02 I Am the Ruler of This Earth 
03 Catoptromancy 
04 …An Offering 
05 The Witch’s Amulet 
06 Darkness Implacable 
07 Journey to a Ruined Temple 
08 Whip Strikes Skin 
09 Where Spirits Merge 
10 The Obsidian Ritual 

 

Mehr Infos:

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