Not Fragile – One way to Glory & Who dares, wins

© Not Fragile

© Not Fragile 

   

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Not Fragile  
Album: One way to Glory & Who dares, wins
Genre: Speed / Power Metal 
Plattenfirma: Dying Victims Productions
Veröffentlichung: 19.12.2025

 

Geheimnisvoll, was es mit der 1980 gegründeten Band „Not Fragile“ auf sich hat, ist es schon. Aktiv von 1980 bis 1990, pausiert bis 1994, um dann weitere Jahre bis 2013 Alben zu veröffentlichen. Seitdem wurde es still um die Band. Aktuell erscheinen zwei Alben, das mit 12 Tracks den einzigen Weg zum Erfolg beschreibt („One way to Glory„) und die bereits 1988 erschienene EP „Who dares, wins“. Diese allerdings aktuell als LP. „One way to Glory“ ist nach einigen Demos, Splits und EPs, das achte vollständige Werk der Hamburger Formation. Also ran an die „Neuauflagen“. 

Der Weg zum Ruhm ist nicht immer leicht. „One way to glory“ setzt zwar einen ersten Schritt zum Erfolg, scheint jedoch im Klang des „Underground“ stecken geblieben zu sein. Produktionstechnisch ist der Charme dieser Zeit erhalten geblieben. Haben die Hamburger Jungs es selbst geahnt, oder ist es ein Zufall den Folgetrack „Hard to be alive“ zu nennen? Quirlige Gitarren, klopfende Drum und speziell in diesem Song der leicht verständliche Refrain, verleiten zum Headbangen und „mitbrüllen“.

Ein vergleichbarer Mitsing – Track ist „Seven guns for hire“. Anspruchsvoller in Rhythmik und beeindruckend durch das mächtige Solo, was allerdings durch den Chor im Refrain etwas getrübt wird. Instrumente werden ordentlich beansprucht, was „W.I.R“ unterstreicht. „The evil one“ setzt dann den Schlußpunkt. Es entsteht der Eindruck, man hätte eine heiße Nadel benutzt. 

Sehr windig und geheimnisvoll empfängt uns „Rael“ von der LP „Who dares, wins“. Mit gehörigem Bumms geht`s ab in die Lüfte. „High into Heaven“ rammt sich verdammt stark ins Gehör mit seiner brutal aktiven Doublebass. „Out of Law“ wartet mit wechselnder Rhythmik auf. Lässt Gitarrensaiten beinahe reißen, prüft die Felle auf ihre Beständigkeit. Was trifft verbal auf den Schluss Track „Bbbrrraaa“ zu? Geordnetes Chaos beginnt mit akustischer Wortfindung, wird kindgerecht mit tierischen Lauten fortgesetzt, um in einem brutalen Intermezzo von Drum und Guitar schließlich in einem allgemeinen Gelächter zu enden. Das alles in 0:51 Minuten. 

Fazit: Manchmal lohnt es sich wirklich einen „Spaten“ zur Hand zu haben, und längst Vergangenes und Verborgenes wieder an die Oberfläche zu holen. Sehr Gitarren lastig mit für die Zeit damals vehement schneller Drum. Die Reise zurück hat sich insofern gelohnt, als das wir beweisen können, dass es bereits Vorboten von Speed oder Power Metal gab. Die Mischung von „Helloween“ und „Running Wild“ kann sich 7,5 von 10 Hellfire Punkten gutschreiben. 

 

Tracklist „One way to Glory“:

01-One way o Glory
02-Hard to be Alive
03-Wanted
04-Too Fast
05-Seven guns for hire 
06-Clairvoyant
07-Welcome, you the crowd 
08-Lost in a dream
09-Full monn`s rising
10-W.I.R
11-To hunt and to be hunted
12-The evil one

 

Tracklist „Who ares, wins“ LP:

01-Rael
02-With all my might
03-High into heaven
04-Opus 7.3
05-Down in the street
06-Out of law
07-Crazy and hunger 
08-Bbbrrraaa

 

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