
© Nils Patrik Johansson
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Nils Patrik Johansson
Album: War And Peace
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 10.10.2025
Der im Schwedischen Borlänge geborene Sänger NILS PATRIK JOHANSSON steht bereits seit über 20 Jahren für herausragende Hard Rock / Metal Alben. Nicht nur mit seinen Solo-Scheiben, sondern auch als Frontmann von Astral Doors, Lions Share, Civil War und Wuthering Heights begeisterte NILS PATRIK JOHANSSON immer wieder aufs Neue seine Fans auf der ganzen Welt.
Dass der Mann ein Faible für historische Themen hat, dürfte nicht nur aufgrund seines Mitwirkens bei Civil War hinreichend bekannt sein, von daher verwundert es wenig, dass er auch auf seinem dritten Soloalbum zahlreiche geschichtsträchtige Personen/Ereignisse beleuchtet. Hinsichtlich der musikalischen Umsetzung gestaltet sich das Ganze jedoch etwas zwiespältig. Zwar drückt der Schwede mit seiner äußerst markanten Stimme sowie seinem ausgeprägten Hang zur Theatralik den Songs in gewohnter Weise seinen Stempel auf. Doch entweder fehlt dem einen oder anderen Stück das gewisse Etwas in Form fetter Hooks, oder er will schlicht zu viel des Guten.
Dies fängt schon mit dem knapp dreiminütigen Intro „Himalaya“ an, dass sehr dramatisch anmutend den Boden für die nachfolgenden Geschichts-Epen bereiten soll, mich aber eher ratlos weil weitestgehend ohne größeren Nachhall an mir vorbeirauscht. Auch Tracks wie „The Great Wall Of China“, „Gustav Vasa“ oder „Hungarian Dance“ können trotz ihrer Dynamik nicht so wirklich zünden, denn vom jeweiligen Refrain bleibt nicht allzu viel hängen, da kann bei Letztgenanntem auch die eingebaute traditionelle Melodie eines ungarischen Tanzes nichts ändern.
Dies trifft gleichfalls auf „Stay Behind“ und „Barbarossa“ zu. „Stay Behind“ ist ein balladesk angelegter Track mit einer netten Melodie, doch die Nummer mit der amerikanischen Nationalhymne ausklingen zu lassen ist mir dann doch zu übertrieben. Bei „Barbarossa“ wird im Mittelteil mit „Kalinka“ ein traditionelles russisches Tanzlied eingebaut, was an sich gut passt, aber dieses Gimmick am Schluss des Songs nochmals aufzugreifen schießt dann doch übers Ziel hinaus. Am ehesten passt das Gesamtbild bei „Prodigal Son“ (trotz Trompeten Halali) und dem Rausschmeißer „Two Shots In Sarajevo“, wo die Balance zwischen Melodie und Theatralik dann doch passt.
So bleibt unterm Strich ein Album, das in Ansätzen auf dem richtigen Weg ist, jedoch unterwegs hier und da irgendwie ins Stolpern gerät. Johansson’s Fans dürften dies vermutlich anders sehen.
Von mir gibt es 6,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Himalaya
- Gustav Vasa
- Prodigal Son
- Stay Behind
- Barbarossa
- Hungarian Dance
- The Great Wall Of China
- Two Shots In Sarajevo
Mehr Infos:










