Nerve Star – White Hot

© Nerve Star

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Nerve Star
Album: White Hot
Genre: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 27.02.2026

NERVE STAR ist eine Hardrock-/Heavy-Metal-Band, die sich 2021 gründete und eine Mischung aus Hardrock der 70er, Heavy Metal der 80er, NWOBHM und Punk spielt. Im Laufe des Jahres kristallisierte sich die Besetzung mit Joss Thorley aus Manchester am Bass und Chris Billinghurst aus Maidenhead an der Leadgitarre heraus. Da gemeinsame Proben nicht möglich waren, wurden zunächst zehn Songs als Demos zu Hause aufgenommen. Nach einigen Besetzungswechseln, auf der Suche nach der idealen Besetzung, stieß 2023 mit Matt Oakman ein großartiger Sänger aus Südengland zur Band, und diese erreichte sofort ein ganz neues Niveau. Die vorliegende Scheibe „White Hot“ dürfte nach meinen Recherchen das Debüt der Briten sein und besteht aus elf Cover Versionen sowie zwei instrumentalen Eigenkompositionen

Bevor jetzt jemand verächtlich das Gesicht verzieht ob der Aussicht auf irgendwelche Adaptionen totgedudelter Songs, dem sei gesagt, dass es sich bei den Fremdkompositionen allesamt um Stücke handelt, die wohl nur ausgesprochenen 70/80er Nerds wie unseren Cheffe Jörg bekannt sein dürften. Ich für meinen Teil habe von Bands wie Kilvar, Skreem, Axtion oder Tredegar noch nie etwas gehört, demzufolge kenne ich keinen einzigen der dargebotenen Stücke.

Und genau darin liegt auch der Reiz dieses Albums, denn wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, hier habe sich eine Band mit Leib und Seele einer bestimmten Musikepoche verschrieben und dementsprechend ihre Kompositionen ausgerichtet. Die meisten Songs haben eine ordentliche Metal Schlagseite, teils recht speedig wie „Black Ice“ (kein AC/DC Cover) oder „Winner Takes It All“ (nein, kein Abba Cover) oder auch mal ziemlich abgedreht wie beispielsweise beim nicht nur vom Titel her an Hawkwind erinnernden „Space Ritual“.

Allerdings hat das Quintett mehr drauf als nur das volle Metal Brett zu fahren. So könnte beispielsweise „Black Jack“ glatt als Überbleibsel einer Led Zeppelin Session durchgehen, und das herrlich groovige „The Harder The Better“ mit seinen ausgiebigen Wah-Wah Spielereien sorgt für mehr als nur anerkennendes Kopfnicken.

Es gibt Cover-Alben, die die Welt nicht braucht, und dann gibt es manchmal positive Überraschungen wie NERVE STAR, die abseits des Altbekannten ein paar coole Sachen aus dem Hut zaubern und die richtig Spaß machen. Wer auf solche Sachen abfährt, der sollte mal ein Ohr für „White Hot“ riskieren, es lohnt sich!

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Hell On Wheels
  2. Black Ice
  3. Say It To My Face
  4. Winner Takes It All
  5. Cool, Calm & Connected
  6. Black Jack
  7. Hard Rain Fallin
  8. Space Ritual
  9. The Harder The Better
  10. Lone Orbit
  11. Precious Rock
  12. Feel Like King
  13. Richard III

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