
© Neptune
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Neptune
Album: Play Some Music
Genre: Noise Rock
Plattenfirma: Sleeping Giant Glossolalia
Veröffentlichung: 05.06.2026
1994 fand sich in Boston Massachusettes eine Band zusammen, die ihre musikalische Inspiration dem Skulpturenkünstler und gleichzeitigen Musiker Jason Sanford verdankt. „Neptune“ war geboren, oder sollte ich eher sagen, war in Resteverwertung geschaffen worden. Was aus diesem künstlerischen Projekt werden sollte, ist wohl einmalig. Die Formation blickt zwar auf über 30 Jahre zurück, sie hat aber auch viele Mitglieder verschlissen. Die Instrumente, oder sollte man sagen, die Auswüchse der Restposten vom Schrott, sind so zahlreich, das eine Auflistung hier nicht lohnt.
Eventuell habe ich jetzt schon mein Fazit vorweggenommen, aber dennoch höre ich mal in das Ergebnis. Schon der Opener „#41“ erinnert mich an das Köchelverzeichnis von Wolfgang Amadeus Mozart, der seine Werke ebenfalls numerisch in Listen aufführte (wobei ich dem Komponisten nicht zu nahe treten möchte).
Töne wie Echolot, die scheinbar aus der Tiefsee kommen, lasten schon schwer. Was auch mit „#42“, der den Abschluss bildet nicht besser wird.
Was sich zwischen den beiden Titeln, als Songs möchte ich es nicht aufführen, ereignet, hebt sich nicht wesentlich von „#41“ und „#42“ ab. Diese Scheibe ist für mich unbegreiflich, verstörend.
Fazit: Dieses Lärmarsenal ist mit keinen Worten zu beschreiben. Was hier geboten wird, sehe ich als totale Körperverletzung an. Wie kann man derartige Klänge, bzw Geräuschkulissen mit dem Titel „Play some Music“ bezeichnen? Sei die Herstellung aus den „Überbleibseln metallischer Gegenstände“ ja noch einzusehen, so ist das Ergebnis dessen einfach nur katastrophal. Jason, Mark und Daniel erlangen mit ihren „Schweißarbeiten“ 1 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01- #41
02- Enter H-
03- Glass Masque
04- Furies
05- Mirror Side
06- Yesterday’s Face
07- rprii
08- The Oarsmen
09- #42
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