Nailed to Obscurity – Generation of the void

© Nailed to Obscurity

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Nailed to Obscurity
Album: Generation of the void
Genre: Melodic Death Doom Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 05.09.2025

 

Black Frost“ ist nun schon sechseinhalb Jahre her, Zeit in der auch bei NAILED TO OBSCURITY einiges passiert ist. Früh hatte man schon begonnen, an einem Nachfolger für das erfolgreiche „Black Frost“ zu arbeiten. Es war das erste Album unter der Nuclear Blast Flagge und schaffte zudem den Sprung auf Platz 37 der Deutschen Albumcharts. Die ersten Vorboten auf GENERATION OF THE VOID erschienen dann bereist 2022 in Form der beiden Singles Liquid mourning und Clouded frame. Dann sollte es fast drei Jahre dauern, bis weiteres, neues Material die Fans erreicht.

Personell gibt es zudem einen neuen Bassisten zu vermelden. Musikalisch auf den ersten Blick nicht viel Neues. Man ist melodischer, in weiten Teilen auch melancholischer geworden. Der Gesang von Raimund Ennenga variabler, besser. Oft nutzt er Klargesang um die Stimmung der Songs zu unterstreichen. Mit seinen kraftvollen Growls überzeugt nach wie vor. Allure dagegen kommt sogar (zum ersten Mal in der Bandgeschichte) ganz ohne Growls aus den Boxen. Das funktioniert und ist dennoch nicht weit weg vom Sound der Band. Auch wenn sich dieser ein wenig geändert hat. Mehr in Richtung der Finnen ‚Swallow the Sun‘ oder in den ruhigeren Momenten in die der aktuelleren ‚Katatonia‘ aus Schweden.

Und doch ist GENERATION OF THE VOID durch und durch die Band aus Ostfriesland. Ihre Wurzeln nicht verlassen, bieten die zehn Songs eine Abwechslung, die in sich stimmig und wunderbar homogen ist. Das offenbart sich mehr und mehr, je öfter das Album Anklang gefunden hat. Das rabiate Overcast sticht da genauso hervor wie die beiden schon früh veröffentlichten Songs. Der Titelsong ist so etwas wie der heimliche Hit der Platte. Und Spirit corrosion geht gar als positiv gestimmter Song durch, der gerade im fast hymnischen, mitreißenden Refrain so etwas wie Hoffnung suggeriert und live sicher Emotionen weckt.

Und dann wäre da noch Echo attempt, bei der NAILED TO OBSCURITY proggige Pfade betreten. Selbst das steht der Band ohne die eigene DNA zu verschleiern. Misery’s messenger stellt kurz vor Schluss noch mal ein persönliches Highlight dar. Alles in allem haben Düsterheimer ihre Zeit ordentlich genutzt und ein ausgereiftes Album vorgelegt, welches als ihr bisher bestes durchgeht. Dazu stimmt die knackige aber druckvolle blitzsaubere Produktion. Wer sich GENERATION OF THE VOID hingibt, wird sicher gut in die eine Stunde Musik investiert haben. Absolute Empfehlung, nicht nur für Fans des Genres.

von mir gibt es 9 von 10 Hellfire Punkten

 

Tracklist:

01 – Glass Bleeding
02 – Liquid Mourning
03 – Overcast
04 – Spirit Corrosion
05 – Generation Of The Void
06 – Echo Attempt
07 – Allure
08 – Clouded Frame
09 – Misery’s Messenger
10 – The Ides Of Life

 

Weitere Infos:

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Bandcamp

 

 

 

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