
© Mr Bison
Geschrieben von Mathias Keiber
Band: Mr Bison
Album: The Garden of Forgotten Dreams
Genre: Pschedelic Prog
Plattenfirma: Heavy Psych Sounds Records
Veröffentlichung: 18.09.2026
Man liest den Namen der Band, sieht das Cover, und denkt möglicherweise: MR BISON sind eine dieser Stoner-Rock-Bands mit sehr viel Fuzz, ohne Ende Bottom End — aber eher wenig Songwriting. Pustekuchen! Die Band aus der Toskana liefert auf ihrem mittlerweile siebten Album 40 Minuten an feinfühlig komponiertem und mit Hingabe vorgetragenem Psychedelic Prog, in dem sich niemand in den Vordergrund drängt und alles dem Song, vielleicht sogar eher dem Album gewidmet ist.
Auf den einzelnen Song scheint es der Band nämlich gar nicht so sehr anzukommen. Denn klassische Songstrukturen finden sich auf „The Garden of Forgotten Dreams“ kaum. Der kurze Weg hin zu einem Refrain ist Bandkopf Matteo Barsacchi vermutlich einfach zu trivial, um ihn allzu oft zu gehen. Und so ist das Album technisch gesehen zwar eine Sammlung von Songs, gefühlt handelt es sich jedoch eher um musikalische Prosa. Um eine Erzählung also, gemeinsam vorgetragen von Gitarren, Schlagzeug, Orgel und Gesang. Und dieser Erzählung zu folgen, das macht einfach Freude.
Hier wiederholt sich wenig, an jeder Ecke gibt es Neues zu entdecken und ganz viel zu staunen. Insbesondere liegt das auch an den Vocals: Barsacchi verfügt über eine reife, warm gefärbte Stimme und seine Gesangslinien sind so melodisch, dass vieles wie ein Refrain wirkt, obwohl es kaum welche gibt. Einziger Kritikpunkt: Mir persönlich ist der Sound ein kleines bisschen zu sauber, etwas mehr Live-Feeling hätte der Platte gut getan. Trotzdem: Ein faszinierendes Album, für das es von mir 8,5 von 10 Hellfire-Punkten gibt.
Tracklist:
01 Cosmic Tide 03:53
02 The Garden of Forgotten Dreams 05:20
03 Bright Shadow 07:05
04 Astray 04:08
05 Turn to Stone 04:49
06 The Sunrise 04:48
07 River Moan 04:35
08 Old Hue 04:58









